Messier Objekte

Charles Messier (* 26. Juni 1730 in Badonviller (Lothringen); † 12. April 1817 in Paris) war ein französischer Astronom. Er wirkte unter anderem als Astronom der französischen Marine und später im Bureau des Longitudes und gilt als erster systematischer Kometenjäger. Insgesamt dürfte er etwa 20 Kometen entdeckt haben. Im Zuge dessen schuf er mit dem Messier-Katalog ein später nach ihm benanntes Verzeichnis von astronomischen Objekten wie Galaxien, Sternenhaufen und Nebel.

Messier wurde 1730 in Badonviller, der Hauptstadt des Fürstentums Salm, als zehntes von zwölf Kindern des Verwaltungsbeamten Nicolas Messier geboren.[1] Er stammte aus wohlhabenden Verhältnissen. Sechs seiner Geschwister starben noch als Kinder. Sein Interesse an Astronomie wurde bereits 1744 geweckt, als er den großen sechs-schwänzigen Kometen C/1743 X1 beobachten konnte. Er ging mit 21 Jahren nach Paris und wurde von dem Astronomen der Marine, Nicholas Delisle, angestellt. 1754 wurde er Schreiber bei der Marine, wo er unter anderem Karten zu zeichnen hatte. Delisle lehrte ihn die Grundzüge der Astronomie und hielt ihn an, von sämtlichen Beobachtungen genaue Positionsangaben zu machen. Von 1764 an widmete er sich hauptsächlich der Suche nach Kometen. Er korrespondierte mit Fachleuten in England, Deutschland und Russland. 1770, im Alter von 40 Jahren, heiratete er Marie-Françoise de Vermauchampt. Eineinhalb Jahre später starben seine Frau und ihr gemeinsamer Sohn elf Tage nach dessen Geburt.

1771 wurde er zum Astronomen der Marine und damit zum Nachfolger von Delisle ernannt. Zehn Jahre später erlitt er bei einem Sturz schwere Verletzungen, von denen er sich mit seinen bereits 51 Jahren nur langsam erholte. Während der Französischen Revolution verlor er seine Stellung und verarmte. 1796 fand er jedoch eine Anstellung im Bureau des Longitudes. 1806 verlieh Napoleon ihm das Kreuz der Ehrenlegion. Da seine Sehkraft nachließ, beobachtete er, hochbetagt, immer seltener. Der letzte Komet, den er gesehen hat (mit der Hilfe anderer), war der Große Komet von 1807. 1815 erlitt er einen Schlaganfall; zwei Jahre später starb er in Paris im seinerzeit sehr hohen Alter von fast 87 Jahren.

 

Seit 1757 suchte er im Auftrag von Delisle den bereits erwarteten Halleyschen Kometen, fand ihn aufgrund eines Rechenfehlers von Delisle aber erst im Januar 1759 und damit vier Wochen nach der Wiederentdeckung durch Johann Georg Palitzsch. 1761 beobachtete er den Venusdurchgang, drei Jahre später gelang ihm die erste Neuentdeckung eines Kometen. Insgesamt gelangen ihm bis zum Jahr 1801 zwanzig Entdeckungen, darunter vierzehn eigenständige sowie sechs Co-Entdeckungen. Auf seiner Suche nach neuen Kometen stieß er auf eine Vielzahl anderer Objekte wie Galaxien, Sternenhaufen oder Nebel. Das erste dieser Gebilde – später Messier 1 oder M 1 genannt – hatte er bereits 1758 beobachtet. Um seine Arbeit zu vereinfachen, suchte er gezielt nach weiteren Exemplaren. Dabei benutzte er auch die Kataloge von Edmond Halley, Nicolas Louis de Lacaille, Jacopo Filippo Maraldi und Jean-Baptiste Le Gentil.

Schließlich listete er diese zunächst 45 Objekte im später nach ihm benannten Messier-Katalog auf, dessen erste Fassung 1771 veröffentlicht wurde. Im Jahr 1774 machte Jérôme Lalande, der damals führende Astronom Frankreichs, ihn mit Pierre Méchain bekannt. Dies führte zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Bereits 1780 war der Katalog auf 68 Einträge angewachsen. Im September 1782 entdeckte Méchain das 107. Messier-Objekt. Von da an stellte Messier seine Suche nach weiteren Nebeln ein und konzentrierte sich wieder auf Kometen – wohl deshalb, weil Wilhelm Herschel mit überlegenem Gerät die Beobachtungen begonnen hatte. Die letzte Fassung seines Katalogs mit 103 Objekten wurde 1781 in Connaissance des temps für das Jahr 1784 veröffentlicht.

Messier benutzte eine Reihe sehr unterschiedlicher Teleskope, darunter Fernrohre mit Brennweiten von bis zu sieben Metern und Reflektoren mit Spiegeldurchmessern von bis zu 20 cm Öffnung.

https://sternenhimmel-fotografieren.de/wp-content/uploads/2020/06/Messier-Objekte.jpg

Missing Messier in Rot
NummerSternbild
M1Stier
M2Wassermann
M3Jagdhunde
M4Skorpion
M5Schlange
M6Skorpion
M7Skorpion
M8Schütze
M9Schlangenträger
M10Schlangenträger
M11Schild
M12Schlangenträger
M13Herkules
M14Schlangenträger
M15Pegasus
M16Schlange
M17Schütze
M18Schütze
M19Schlangenträger
M20Schütze
M21Schütze
M22Schütze
M23Schütze
M24Schütze
M25Schütze
M26Schild
M27Füchschen
M28Schütze
M29Schwan
M30Steinbock
M31Andromeda
M32Andromeda
M33Dreieck
M34Perseus
M35Zwillinge
M36Fuhrmann
M37Fuhrmann
M38Fuhrmann
M39Schwan
M40Großer Bär
M41Großer Hund
M42Orion
M43Orion
M44Krebs
M45Plejaden
M46Achterdeck
M47Achterdeck
M48Wasserschlange
M49Jungfrau
M50Einhorn
M51Jagdhunde
M52Kassiopeia
M53Haar der Berenike
M54Schütze
M55Schütze
M56Leier
M57Leier
M58Jungfrau
M59Jungfrau
M60Jungfrau
M61Jungfrau
M62Schlangenträger
M63Jagdhunde
M64Haar der Berenike
M65Löwe
M66Löwe
M67Krebs
M68Wasserschlange
M69Schütze
M70Schütze
M71Pfeil
M72Wassermann
M73Wassermann
M74Fische
M75Schütze
M76Perseus
M77Walfisch
M78Orion
M79Hase
M80Skorpion
M81Großer Bär
M82Großer Bär
M83Wasserschlange
M84Jungfrau
M85Haar der Berenike
M86Haar der Berenike
M87Haar der Berenike
M88Haar der Berenike
M89Jungfrau
M90Jungfrau
M91Haar der Berenike
M92Herkules
M93Achterdeck
M94Jagdhunde
M95Löwe
M96Löwe
M97Großer Bär
M98Haar der Berenike
M99Haar der Berenike
M100Haar der Berenike
M101Großer Bär
M102Drache
M103Kassiopeia
M104Jungfrau
M105Löwe
M106Jagdhunde
M107Schlangenträger
M108Großer Bär
M109Großer Bär
M110Andromeda

M1 / Krebsnebel / Crab Nebula

Typ: Supernovaüberrest
Sternbild: Stier
Kulmination: 04. Januar
Alter: 970 Jahre
Entfernung: 6200 Lichtjahre
Durchmesser: 11 Lichtjahre
Helligkeit: 8,4 mag
Nächstes Objekt: M35
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 20-03-2022
Teleskop: Newton 250/1200
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: Optolong L-extreme
Belichtungszeit: 95min
Bearbeitet mit: APP

Der Krebsnebel (seltener Krabbennebel, früher auch Crab-Nebel[4] von englisch Crab Nebula, katalogisiert als M 1 und NGC 1952) im Sternbild Stier ist der Überrest der im Jahr 1054 beobachteten Supernova, in dem sich ein Pulsarwind-Nebel gebildet hat. Er befindet sich im Perseus-Arm der Milchstraße und ist etwa 2000 Parsec von der Erde entfernt. Der mit fast 1500 Kilometer pro Sekunde expandierende Nebel ist von ovaler Gestalt mit einer Länge von 6 Bogenminuten und einer Breite von 4 Bogenminuten. In seinem Zentrum befindet sich der aus dem explodierten Ursprungsstern hervorgegangene Neutronenstern, der etwa 30 mal pro Sekunde (33 ms Periodendauer[5]) um seine Achse rotiert und im Radiofrequenzbereich sowie im optischen, Röntgen- und Gammafrequenzbereich als Pulsar (sog. Krebs- oder Crabpulsar) nachweisbar ist. Der ihn umgebende Nebel ist von Filamenten durchzogen, die aus den äußeren Schalen des Ursprungssterns entstanden sind und zum größten Teil aus ionisiertem Wasserstoff und Helium bestehen. Hinzu kommen kleinere Anteile von Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon und Schwefel, teilweise auch in Form von Staub. Wegen seiner geringen scheinbaren Helligkeit kann der Krebsnebel nur durch Teleskope beobachtet werden und wurde erst mit deren systematischem Einsatz im 18. Jahrhundert entdeckt. Durch seine Nähe und als einer der jüngsten galaktischen Pulsarwind-Nebel gehört er seitdem zu den am intensivsten in der Astronomie erforschten Objekten.[6][7]

M2 / NGC7089

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Wassermann
Kulmination: 04. September
Alter: 12 Milliarden Jahre
Entfernung: 50000 Lichtjahre
Durchmesser: 174 Lichtjahre
Helligkeit: 6,3 mag
Nächstes Objekt: M15
Aufnahmeort: Gornergrat
Aufnahmedatum: 05.09.2021
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: Zwo ASI 294
Filter: kein
Belichtungszeit: 180min
Bearbeitet mit: APP

Messier 2 (kurz M2, auch NGC 7089) ist ein galaktischer Kugelsternhaufen vom Typ II im Sternbild Wassermann auf der Ekliptik. Er liegt rund 50.000 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt im inneren Halo der Milchstraße und hat einen Durchmesser von etwa 150 Lichtjahren. Mit rund 100.000 Mitgliedern ist er einer der sternreicheren und kompakteren Kugelsternhaufen, sein Alter wird auf 12 Milliarden Jahre geschätzt. Die hellsten Sterne sind gelbe und rote Riesen mit einer absoluten Helligkeit von −3 mag. In ihnen sind die schweren Elemente etwa 100-mal seltener als in der mehr als sieben Milliarden Jahre später entstandenen Sonne. Er besitzt die höchste Raumgeschwindigkeit aller bekannten Kugelsternhaufen des inneren Halos und umläuft das galaktische Zentrum auf einer sehr exzentrischen Bahn, die ihn in den nächsten Milliarden Jahren rund 150.000 Lichtjahre weit in die Außenbereiche des Halos hinaustragen wird.

Finder Chart for M2 (credit:- freestarcharts)

M3 / NGC5272

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Jagdhunde
Kulmination: 08. Mai
Alter: 11,4 Millarden Jahre
Entfernung: 34000 Lichtjahre
Durchmesser: 180 Lichtjahre
Helligkeit: 6,3 mag
Nächstes Objekt: M53, M63, M94
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 18-04-2022   
Teleskop: Newton 150/1200
Kamera: ASI 2600 mmpro
Filter: Luminanz
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

Messier 3 = NGC 5272 ist ein galaktischer Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde am Nordsternhimmel. Er ist rund 34.000 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt, hat einen Durchmesser von etwa 125 Lichtjahren und ist mit einer halben Million Sterne ein sehr großer Kugelsternhaufen[5]. Der Haufen enthält mit 212 veränderlichen Sternen (davon 170 RR Lyrae Sterne) die größte Anzahl dieser Sternklasse in unserer Galaxie. Von 186 Sternen konnte eine Periode bestimmt werden. Das Objekt wurde am 3. Mai 1764 von Charles Messier entdeckt und von ihm in seinem Katalog als drittes Objekt verzeichnet.

M4 / NGC6121

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Skorpion
Kulmination: 18. Juni
Alter: 12.5 Millarden Jahre
Entfernung: 7000 Lichtjahre
Durchmesser: 75 Lichtjahre
Helligkeit: 5,4 mag
Nächstes Objekt: M6
Aufnahmeort: Kamaria/Peleponnes
Aufnahmedatum: 27.05.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200 mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 140min
Bearbeitet mit: APP

Der Kugelsternhaufen Messier 4 (kurz: M 4) steht im Sternbild Skorpion, unweit des hellen Sterns Antares. Im NGC-Katalog trägt das Himmelsobjekt die Nummer 6121. M 4 ist mit 7000 Lichtjahren Entfernung der nächstgelegene Kugelsternhaufen, daher wird er oft zu speziellen Untersuchungen herangezogen. Der Haufen besitzt bei einem Durchmesser von 75 Lichtjahren etwa 100.000 Sterne und ist recht schwach konzentriert (Klasse 9), zeigt also keine sehr ausgeprägte zentrale Helligkeit. Eine Studie an mehr als 600 Weißen Zwergen ergab ein Alter von ungefähr 12,7 Milliarden Jahren.[5]

Finder Chart for M4 (credit:- freestarcharts)

M5 / NGC5904

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlange
Kulmination: 01. Juni
Alter: 13,5 Milliarden Jahre
Entfernung: 25000 Lichtjahre
Durchmesser: 165 Lichtjahre
Helligkeit: 5,7 mag
Nächstes Objekt: Arcturus, M10, M12, M53
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 21-04-2022   
Teleskop: Newton 250/1200
Kamera: ASI294mcpro
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 03-06-2022   
Teleskop: Askar 500 & Reducer 0.7
Kamera: ASI2600mcpro color
Filter:IDAS NBZ L3
Belichtungszeit: 115
Bearbeitet mit: APP

Messier 5 oder NGC 5904 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange und etwa 25.000 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt. Für Amateurteleskope ist er einer der schönsten Kugelhaufen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 5,8 mag lässt sich Messier 5 in sehr klarer Nacht und an einem Ort mit wenig Lichtverschmutzung schon mit bloßem Auge als sternartiges Objekt erkennen. In kleinen Fernrohren werden am Rand bereits Einzelsterne sichtbar, doch wirkt das Zentrum auch im Achtzöller noch etwas verschwommen, weil unaufgelöste Sterne eine Art Schimmer erzeugen[5]. Im untenstehenden Bild sind einige tausend dieser schwachen Sterne zu sehen. Ab 30–40 cm Öffnung lässt sich auch der etwas längliche Kern des Haufens auflösen. Der Kugelsternhaufen wurde von Gottfried und Maria Kirch am 5. Mai 1702 entdeckt und von Charles Messier am 23. Mai 1764 in seinen Messier-Katalog aufgenommen.[6]

Finder Chart for M5 (credit:- freestarcharts)

M6/ NGC6405 / Schmetterlingshaufen

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Skorpion
Kulmination: 07. Juli
Alter: 100 Millionen Jahre
Entfernung: 1600 Lichtjahre
Durchmesser: 12 Lichtjahre
Helligkeit: 4,2 mag
Nächstes Objekt: M4, M7, M8, M28, M69
Aufnahmeort: Kamaria / Peleponnes
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 6 (auch als NGC 6405 bezeichnet) ist ein 4,2 mag heller offener Sternhaufen im Ostteil des Sternbildes Skorpion, nördlich von Lesath. Der Sternhaufen hat eine scheinbare Ausdehnung von 33′ und ist rund 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Messier 6 war schon in der Antike bekannt und wird manchmal auch als Schmetterlingshaufen bezeichnet. Er ist in Mitteleuropa nur schwer zu beobachten, aber in südlichen Breiten ein auffälliges Objekt. Der offene Sternhaufen wurde in der Zeit vor 1654 von dem italienischen Astronomen Giovanni Battista Hodierna entdeckt. Es wird vermutet, dass bereits Claudius Ptolemäus Messier 6 bei der Beobachtung von Messier 7 gesehen haben könnte; dies ist jedoch nicht gesichert. Unabhängig davon beobachtete 1745 oder 1746 der Schweizer Jean-Philippe de Chéseaux Messier 6. Bei Nicolas Louis de Lacaille bekam er die Bezeichnung Lac III 12, welcher ihn 1752 am Kap der Guten Hoffnung beobachtete. Charles Messier beobachtete ihn letztlich am 23. Mai 1764 und vergab dafür die Nummer 6 in seinem Katalog. 

Messier 6 - M6 - The Butterfly Cluster (Open Cluster) | freestarcharts.com

M7/ NGC6475 / Sternhaufen des Ptolemäus

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Skorpion
Kulmination: 11. Juli
Alter: 200 Millionen Jahre
Entfernung: 800 Lichtjahre
Durchmesser: 40 Lichtjahre
Helligkeit: 3,3 mag
Nächstes Objekt: M4, M6, M8
Aufnahmeort: Kamaria / Peleponnes
Aufnahmedatum: 27.05.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 135
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 24.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 90
Bearbeitet mit: APP

Messier 7 (auch als NGC 6475 bezeichnet) ist ein +3,3 mag heller offener Sternhaufen im Ostteil des Skorpion nördlich von Lesath mit einer Ausdehnung von 80′. Der Haufen befindet sich etwa 800 Lichtjahre entfernt in Richtung des galaktischen Zentrums. Er besteht aus rund 100 Sternen und hat einen Durchmesser von etwa 25 Lichtjahren. Sein Alter wird auf 200 Millionen Jahre geschätzt.[4] Im Jahr 130 erwähnte der Mathematiker und Astronomen Claudius Ptolemäus diesen Sternhaufen als erster, deswegen wird er auch Ptolemaeus‘ Sternhaufen genannt. Nach den Plejaden (Messier 45) und der Praesepe (Messier 44) ist M 7 der dritthellste Sternhaufen am von Mitteleuropa aus sichtbaren Himmel.[5] Er ist in Mitteleuropa allerdings nur schwer zu beobachten, da er beispielsweise für 50° nördliche Breite maximal 5,2° über dem Horizont stehen kann. In südlichen Breiten ist er jedoch ein auffälliges Objekt. M7 ist das südlichste Objekt im Messier-Katalog.

Finder Chart for M6 (also shown M4, M7, M8, M19, M28, M62 and M69) (credit:- freestarcharts)

M8 / NGC6523 / Lagunennebel

Typ: Emissionsnebel
Sternbild: Schütze
Kulmination: 13 Juli
Alter: 10000 Jahre
Entfernung: 4077 Lichtjahre
Durchmesser: 160x60 Lichtjahre
Helligkeit: 6 mag
Nächstes Objekt: M18, M20, M21, M22, M24, M25, M28
Aufnahmeort:  Gornergrat, Zermatt
Aufnahmedatum: 01-09-2021       
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 294
Filter:  -
Belichtungszeit: 120min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 13.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 150
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 14./16.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600mono
Filter: Zwo SHO
Belichtungszeit: 540
Bearbeitet mit: APP

 Der Lagunennebel (auch mit Messier 8 oder NGC 6523 bezeichnet) ist eine Struktur aus Emissions- und Reflexionsnebel mit einer Helligkeit von 6,0 mag und einer Winkelausdehnung von etwa 90′ × 35′ im Sternbild Schütze. Er ist etwa 5200 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Der Lagunennebel ist ein großes Sternentstehungsgebiet und enthält mehrere dunkle protostellare Wolken, so genannte Globulen, deren Durchmesser bei etwa 10.000 AE liegen. Im optisch hellsten Teil des Nebels befindet sich eine Region, die wegen ihres Aussehens Stundenglasnebel genannt wird (nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls Stundenglasnebel genannten planetarischen Nebel MyCn 18). Im Zentrum des Nebels befindet sich der junge offene Sternhaufen NGC 6530, der aus dem Material des Nebels entstanden ist und ihn jetzt zum Leuchten bringt. Der Lagunennebel ist der zweithellste in Mitteleuropa sichtbare Gasnebel und ein leicht aufzufindendes Feldstecherobjekt. Der Nebel wurde 1654 von Giovanni Battista Hodierna entdeckt und im Jahr 1680 unabhängig von John Flamsteed wiederentdeckt, dem auch die Entdeckung des darin liegenden offenen Sternhaufens NGC 6530 zugeschrieben wird. 1746 wurde er dann von Jean-Philippe de Chéseaux und 1747 von Guillaume Le Gentil beschrieben.[2] Wilhelm Herschels Beobachtungen im Jahr 1784 führten zu weiteren Katalogisierungen; der südlichste Teil unter NGC 6526[4], der irreguläre östliche Teil unter NGC 6533[5

Finder Chart for M8 (credit:- freestarcharts)

M9/ NGC6333

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 02. Juli
Alter: 12 Milliarden Jahre
Entfernung: 26000 Lichtjahre
Durchmesser: 90 Lichtjahre
Helligkeit: 8,2 mag
Nächstes Objekt: M4, M8, M20, M21, M107
Aufnahmeort: Kamaria / Peleponnes
Aufnahmedatum: 28.05.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 15
Bearbeitet mit: APP

Messier 9 oder M9 (auch als NGC 6333 bezeichnet) ist ein 8,2 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 11–12′ im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Er wurde am 28. Mai 1764 vom französischen Astronom Charles Messier entdeckt und ist mit 26.000 Lichtjahren einer der entferntesten Kugelhaufen des Messier-Katalogs mit sehr dichtem Zentrum. Von den 5 hellen Kugelhaufen des Sternbilds (M9, 10, 12, 14 und 107) ist er der südlichste. Messier notierte ihn als kleinen, runden „Nebel ohne Stern“. Erst 20 Jahre später erkannte ihn Wilhelm Herschel als sehr sternreichen, aber dichten Haufen, und Lord Rosse sah am Südrand eine dunkle Trennlinie. Um am Rand des „Nebels“ erste Einzelsterne zu erkennen, ist ein Fernrohr von mindestens 20 cm Öffnung erforderlich. Curtis bemerkte 1918, dass M9 – im Gegensatz zu anderen Kugelhaufen – auch auf Fotografien den kleinen Durchmesser von 3′ behält. Neueste Messmethoden stellten aber eine weitere Erstreckung bis etwa 10′ fest. In einem 10×50-Feldstecher sieht man nur ein kleines, formloses Scheibchen, im 10-cm-Fernrohr einen länglichen Nebelfleck. Die hellsten Einzelsterne (25 von 13,5 bis 15,5 mag) sind erst in einem mittelgroßen Amateurteleskop (je nach Sichtbedingungen Achtzöller oder größer) zu erkennen. Der Westrand wird von einer angrenzenden Dunkelwolke Barnard 64 (25×15′) etwas abgedeckt. Zwei kleinere Kugelhaufen (NGC 6342 und 6356) liegen 1° süd- und nordöstlich.

Finder Chart for M9 (credit:- freestarcharts)

M10/ NGC6254

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 26. Juni
Alter: 11,4 Milliarden Jahre
Entfernung: 14350 Lichtjahre
Durchmesser: 84 Lichtjahre
Helligkeit: 6,6 mag
Nächstes Objekt: M14
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 09-05-2022
Teleskop: Askar Fra 500
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

Messier 10 oder M10 (auch als NGC 6254 bezeichnet) ist ein 6,6 mag heller Kugelsternhaufen mit einem Durchmesser von 19–20′ im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Von den 5 Kugelhaufen des Sternbilds (M9, 10, 12, 14 und 107) ist er der zweithellste. Er wurde am 29. Mai 1764 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt (einen Tag vor dem benachbarten M12) und ist mit etwa 200.000 Sonnenmassen zum Durchschnitt der Kugelhaufen zu zählen. Bei 25.000 Lichtjahren (lt. Hipparcos) wäre er mit 140 Lj relativ groß. Er wird von alten gelben Sternen dominiert, darunter aber nur 4 Veränderliche. Im Feldstecher lediglich ein winziger Nebelfleck, zeigt er seine Struktur erst ab etwa 15 cm Fernrohröffnung. Er ist etwas kompakter als der 3° nordwestlich liegende Messier 12. Messier notierte ihn als kleinen, aber schönen „Nebel ohne Stern“. Erst 20 Jahre später charakterisierte ihn Wilhelm Herschel als „wundervollen Haufen sehr dicht gedrängter Sterne“ mit keiner Spur eines Nebels und verglich ihn mit Messier 51. Sein Sohn John Herschel stellt Sterne 10. bis 15. Größe fest (tats. ab 12 mag), die in einem leuchtenden Zentrum ohne Kern gipfeln. Lord Rosse erkannte in seinem Riesenteleskop erstmals eine dunkle Stelle am Oberrand, und dass das obere Sechstel des Haufens viel lichtschwächer als der Großteil ist am Südrand eine dunkle Trennlinie.[5] Curtis beschreibt ihn fotografisch um 1918 mit 8′ Durchmesser und einem hellen Zentralteil von 2′. Schon im 8×30-Feldstecher als Nebelfleck zu erkennen, sieht man mit 10×50 ein kleines, verschwommenes Scheibchen, das im 10-cm-Amateurfernrohr etwas länglich und 10′ groß erscheint. Die 25 hellsten Einzelsterne bis ~15 mag sind erst im Sechs- bis Achtzöller zu erkennen. Noch größere Öffnungen zeigen einen kompakten Kern von 4′ und einen Halo von 15′, in dem einige Sterngruppen kettenförmig oder spiralig angeordnet sind. Unter den Sternen ragt ein heißer blauer Riese von 13. Größe heraus. Er ist lt. R. Stoyan im Vorstadium eines planetarischen Nebels, aber zur Anregung der expandierenden Gashülle noch nicht heiß genug.

Finder Chart for M10 (credit:- freestarcharts)

M11/ NGC6705 / Wildenentenhaufen

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schild
Kulmination: 25. Juli
Alter: 250 Millionen Jahre
Entfernung: 6000 Lichtjahre
Durchmesser: 25 Lichtjahre
Helligkeit: 5,8 mag
Nächstes Objekt: M26
Aufnahmeort: Kamaria / Peleponnes
Aufnahmedatum: 27-05-2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200 mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 100min
Bearbeitet mit: APP

Der Wildentenhaufen (englisch Wild Duck Cluster, auch als Messier 11 oder NGC 6705 bezeichnet) ist ein 5,8 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 14′ im Sternbild Schild. Er wurde 1681 von Gottfried Kirch entdeckt und 1764 von Charles Messier in seine Liste aufgenommen. Er zählt zu den kompaktesten der offenen Sternhaufen und ist schon mit einem Feldstecher am nördlichen Rand einer großen Sternwolke der Milchstraße zu finden.

Finder Chart for M11 (credit:- freestarcharts)

M12/ NGC6218

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 24. Mai
Alter: 12,6 Milliarden Jahre
Entfernung: 18000 Lichtjahre
Durchmesser: 80 Lichtjahre
Helligkeit: 7,2 mag
Nächstes Objekt: M10, M14
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 08-05-2022
Teleskop: Askar Fra500
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

Messier 12 oder M12 (auch als NGC 6218 bezeichnet) ist ein 6,1 mag heller Kugelsternhaufen mit einem scheinbaren Durchmesser von 16′ im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Von den 5 Kugelhaufen des Sternbilds (M9, 10, 12, 14 und 107) ist er damit der hellste. Er wurde am 30. Mai 1764 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt – einen Tag nach seinem „Zwilling“, dem 3° südöstlich liegenden M10. Doch erst 1783 konnte ihn Wilhelm Herschel in Einzelsterne auflösen. Sein Sohn John erkannte seine Reichhaltigkeit, A. Smyth einen hellen Sternenkranz ums Zentrum und Lord Rosse um 1850 eine angedeutete Spiralstruktur. Mit etwa 250.000 Sonnenmassen gehört M12 zu den größeren Kugelhaufen und zum inneren galaktischen Halo, von dem er sich in 130 Mill. Jahren Umlaufzeit nie weiter als 20.000 Lichtjahre entfernt. In einem 10-x-50-Feldstecher erkennt man ein kleines, verschwommenes Scheibchen, ähnlich wie beim benachbarten und auch räumlich nahen Kugelhaufen Messier 10. Doch in einem Fernrohr mit 10–15 cm Öffnung wirkt sein Zentrum zerstreuter als beim etwa gleich alten M10, und die im Sechs- bis Achtzöller gut erkennbaren hellen Einzelsterne ab 12.-Größe sind lockerer strukturiert. Das breite Zentrum misst 2½‘, einige Sternketten reichen bis auf 10′ Durchmesser, der neuerdings bei Aufnahmen bis zur Grenzhelligkeit 20 mag sogar auf 30′ taxiert wird. Unter den nur fünf Veränderlichen sind zwei RR-Lyrae-Zwerge und ein Cepheid. Es wird angenommen, dass der Kugelsternhaufen bei einer oder mehreren Passagen durch die Milchstraße infolge von Gezeitenkräften etwa eine Million Sterne eingebüßt hat, was etwa vier Fünftel seiner ursprünglichen Masse entspricht.

Finder Chart for M12 (credit:- freestarcharts)

M13 / NGC6205

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Herkules
Kulmination: 23. Mai
Alter: 11,6 Milliarden Jahre
Entfernung: 25100 Lichtjahre
Durchmesser: 145 Lichtjahre
Helligkeit: 5,8 mag
Nächstes Objekt: M92
Aufnahmeort: Kühtai
Aufnahmedatum: 08.03.20222
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: Zwo ASI 2600mcpro
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 36min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 27./28.08.20222
Teleskop: Askar Fra 500
Kamera: Zwo ASI 2600mcpro
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 115min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 01.09.20222
Teleskop: Edge HD 1100 mit Reducer
Kamera: Zwo ASI 2600mcpro
Filter: Optoling Lextreme
Belichtungszeit: 155min
Bearbeitet mit: APP

Messier 13 oder M13, auch bekannt als Herkuleshaufen oder NGC 6205, ist ein sehr heller Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules mit der Nummer 13 des Messier-Katalogs. Er umfasst mindestens 500.000 Sterne. M13 ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 von dem englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Er ist etwa 25.100 Lichtjahre von der Sonne entfernt (die Angaben schwanken zwischen 23.000 und 26.000 Lj), hat die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. M13 weist eine scheinbare Helligkeit von 5,8 mag und eine mittlere Sternkonzentration auf. Er kann bereits in einem Prismenfernglas als nebliges Fleckchen wahrgenommen werden, bei gutem Himmel sogar freiäugig. In einem Teleskop ab etwa 10 cm Öffnung kann er am Rand in Einzelsterne aufgelöst werden und ist damit ein lohnendes Objekt für Amateurastronomen. In einem Achtzöller (20 cm Öffnung) sind am Rand bereits viele Einzelsterne sichtbar – auch schon bei aufgehelltem Stadthimmel, wenn die freiäugige Grenzhelligkeit nur 3,5 mag beträgt. Man findet den Kugelhaufen – am besten im Frühjahr oder Sommer – an der „rechten Viereckseite“ des Herkules, zwischen den Sternen η und ξ Her. Zum Suchen des Sternbildes eignet sich das Kärtchen vom Sommerhimmel. M13 wurde 1714 von Edmond Halley als mit dem bloßen Auge eben sichtbarer Nebel entdeckt. 1764 beobachtete Charles Messier M13. Er konnte mit seinem Spiegelteleskop keine Einzelsterne erkennen, sondern nur einen in der Mitte heller werdenden, runden und glänzenden „Nebel“. William Herschel löste dann M13 im Jahre 1783 mit einem deutlich größeren Teleskop in Einzelsterne auf. Im 19. Jahrhundert dokumentierten d’Arrest und Schönfeld ihre Beobachtungen mit Instrumenten mittlerer Größe.[5] M13 auf einer astronomischen Zeichnung des 19. Jahrhunderts (Trouvelot, 1881). Die erste Zeichnung ist von Herschel überliefert; ebenso wie eine spätere Zeichnung von Secchi handelt es sich jedoch nur um Skizzen. Als beste Zeichnung gilt eine Arbeit von Trouvelot, die gegen 1877 am 14-zölligen Refraktor (Linsenfernrohr) der Sternwarte in Cambridge entstand. Trouvelot zeigt 171 Einzelsterne, von denen nach Julius Scheinerviele in den Randtheilen in Übereinstimmung mit der Photographie“ eingezeichnet seien. Eine 1861 veröffentlichte Zeichnung von Lord Rosse zeigt drei scharf begrenzte sternenfreie Kanäle, die sich gegen die Mitte des Sternhaufens hin vereinigen. Eine unabhängige, 1887 von Harrington in Ann Arbor veranlasste Überprüfung schien die Existenz der Kanäle zu bestätigen.[5] Die erste bekannte Fotografie von M13 stammt von Henry (1887, Paris), auf der es bei einer Belichtungszeit von 2 Stunden gelang, die Randbereiche ganz, das Zentrum von M13 jedoch nur teilweise in Einzelsterne aufzulösen.[5] Scheiner nutzte nun den fotografischen Refraktor des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, um im September 1891 eine ein- und eine zweistündige Aufnahme anzufertigen.[5] Im Monat zuvor hatten Holden und Campbell am Lick Observatory eine Serie von sieben Aufnahmen (17–170 Minuten) abgeschlossen. Holden erkannte „channels or lanes“, die sich an 13 Punkten (siehe Diagram) treffen sollen. Er meinte hier Strukturmerkmale zu finden, die auf die Entstehungskräfte von M13 hinweisen.[6] Scheiner fand die Kanäle hingegen weder optisch noch auf den von ihm angefertigten fotografischen Platten. Für ihn handelte es sich um Schwankungen der Sterndichte, die allein durch Zufallsprozesse hervorgerufen sein könnten.[5] M13 war Ziel des Radiosignals der Arecibo-Botschaft. Dabei wurde vom Arecibo-Radioteleskop ein starkes Signal ausgesandt, um Kontakt zu einer eventuellen außerirdischen Zivilisation aufzunehmen. Der Kugelsternhaufen wurde ausgewählt, da hier viele Sterne auf relativ engem Raum versammelt sind, was die Chance, auf eine bewohnte Welt zu treffen, erhöhen sollte. Unter Berücksichtigung der langen Signallaufzeit würde die Antwort einer technisch entwickelten Zivilisation allerdings frühestens nach etwa 45.600 Jahren auf der Erde eintreffen. Der Sternhaufen M13 spielt seit 1961 eine wichtige Rolle als Heimat des fiktiven Volkes der Arkoniden in der Science-Fiction-Serie Perry Rhodan.

Finder Chart for M13 (credit:- freestarcharts)

M14/ NGC6402

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 07. Juli
Alter: 13 Milliarden Jahre
Entfernung: 30300 Lichtjahre
Durchmesser: 100 Lichtjahre
Helligkeit: 7,9 mag
Nächstes Objekt: M10, M12
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 15.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 65 min
Bearbeitet mit: APP

Messier 14 oder M14 (auch als NGC 6402 bezeichnet) ist ein 7,9 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 11,0′ im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) auf dem Himmelsäquator. Die Helligkeitsangaben verschiedener Quellen liegen bei 7,6 bis 8,3 mag. Er ist mit über 1 Million Sonnenmassen zwar der schwerste, aber durch Extinktion der lichtschwächste der 5 Kugelhaufen des Sternbilds (M9, 10, 12, 14 und 107). Daher ist er in einem 10×50-Feldstecher kaum zu erkennen. Fernrohre von 15–20 cm Öffnung zeigen lediglich ein fleckiges Scheibchen, während die ersten Einzelsterne erst bei 30 cm Apertur und mindestens 150-facher Vergrößerung auftauchen. M14 wurde am 1. Juni 1764 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt, 2 Tage nach M10 und M12. Doch erst 1783 konnte ihn Wilhelm Herschel in Einzelsterne auflösen, deren hellster nur von 14. Größe ist. Die Entfernung liegt je nach Messmethode zwischen 28.000 und 56.000 Lichtjahren. Eine Schwierigkeit ist, dass der galaktische Staub seine Helligkeit um etwa 2 Magnituden dämpft. Das Haufenzentrum wirkt gesprenkelt, hat im Südosten eine Dunkelwolke und ist auch in Großteleskopen nicht gänzlich aufzulösen; einige Sternketten queren es diagonal. Insgesamt wurden 68 Veränderliche festgestellt, darunter 55 der typischen, alten RR-Lyrae-Sterne. 1938 erschien eine Nova von 16 mag, die aber erst 1964 auf Fotos entdeckt wurde – das erste Mal in einem Kugelsternhaufen.

Finder Chart for M14 (credit:- freestarcharts)

M15/ NGC7078

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Pegasus
Kulmination: 04. September
Alter: 12 Milliarden Jahre
Entfernung: 33600 Lichtjahre
Durchmesser: 176 Lichtjahre
Helligkeit: 6,2 mag
Nächstes Objekt: M2
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 08.08.2022  
Teleskop: Askar PHQ 107
Kamera: ASI 6200mcpro
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

Messier 15 (auch als NGC 7078 bezeichnet) ist ein 6,2 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 18′ im Sternbild Pegasus, 4° westlich des Sterns Enif. Seine Entfernung beträgt etwa 33.600 Lichtjahre, sein Durchmesser rund 175 Lichtjahre. Die hellsten seiner mindestens 500.000 Mitglieder erreichen eine scheinbare Helligkeit von 12,6 mag. M 15 ist der zweithellste Kugelhaufen des Nordhimmels und wurde 1746 von Jean-Dominique Maraldi entdeckt, der ihn als nebelhaften Stern beschrieb. Charles Messier (1764) und Johann Elert Bode konnten im Innern keine Sterne wahrnehmen, was erst 1783 Wilhelm Herschel gelang. In einem Amateurteleskop von 20 cm Öffnung sind bereits die hellsten Einzelsterne zu sehen, wenn die freiäugige Grenzhelligkeit 4 mag beträgt – also schon am Stadtrand. Im Kern, der extrem stark verdichtet ist, wurde 2002 ein 4000 Sonnenmassen schweres Schwarzes Loch entdeckt.[5] In Amateurfernrohren erscheint M15 visuell nur etwa 7′ groß, fotografisch etwa 12′.[6] Der Gezeitenradius hingegen, außerhalb dessen die Gravitation der Milchstraße Sterne abdriften lässt, beträgt 21′ bis 22′ (etwa 210 Lichtjahre).

Finder Chart for M15 (credit:- freestarcharts)

M16/ NGC6611 / IC4703 / Adlernebel (die Säulen der Schöpfung)

Typ: Emissionsnebel und offener Sternhaufen
Sternbild: Schlange
Kulmination: 17. Juli
Alter: 55 Millionen Jahre
Entfernung: 7000 Lichtjahre
Durchmesser: 65x50 Lichtjahre
Helligkeit: 6,2 mag
Nächstes Objekt: M17, M18, M24
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 30-04-2022 
Teleskop: Askar Fra 500
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: Optolong Lpro
Belichtungszeit: 55
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 17.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 200 min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 17.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600 mono
Filter: ZWO SHO
Belichtungszeit: 265 min
Bearbeitet mit: APP

Der Adlernebel oder IC 4703 (siehe Index-Katalog) ist ein Nebel in Verbindung mit einem offenen Sternhaufen. Der offene Sternhaufen trägt im Messier-Katalog die Bezeichnung M 16 bzw. im NGC die Nummer NGC 6611. In vielen Katalogen werden Nebel und Sternhaufen gleichbedeutend aufgeführt, so dass die Messier-Katalog-Bezeichnung meist auch für den Nebel verwendet wird. Er befindet sich im Sternbild Schlange bei den Koordinaten 18h19m (Rektaszension) und −13°47′ (Deklination). Der Adlernebel ist von der Sonne etwa 7000 Lichtjahre entfernt. Er weist eine scheinbare Helligkeit von 6,4m auf. Der Adlernebel ist ein Emissionsnebel (Typ H II), aus dem sich ein offener Sternhaufen bildet. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, welcher sich auf Grund der geringen Temperatur zu Wasserstoffmolekülen zusammenschließen konnte. Der ca. 20 Lichtjahre große Nebel enthält Staubsäulen, die bis zu 9,5 Lichtjahre lang sind und an deren Spitze sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch Säulen der Schöpfung getauft wurden. Die Undurchsichtigkeit des Nebels kommt durch Silikat und Kohlenstoffpartikel zustande. Das mittlere Alter der Sterne liegt bei etwa 800.000 Jahren. Einige Sterne sind sehr jung, das Alter der jüngsten Sterne wird auf 50.000 Jahre geschätzt. Entdeckt wurde der offene Sternenhaufen von dem Schweizer Astronomen Jean-Philippe de Chéseaux während der Kartographierung von 21 Nebeln in den Jahren 1745 und 1746. Der Adlernebel trägt die Nummer 4 in seiner Liste und wurde vermutlich bereits im Jahre 1745 beobachtet. In einem Brief an seinen Vater, welcher seine Liste von 21 Nebeln enthält, beschrieb er den Nebel wie folgt: „Ein Sternenhaufen zwischen den Sternbildern Schlangenträger, Schütze und Antinoos, dessen Rektaszension 271° 3′ 10″ und Südliche Deklination 13° 47′ 20″ ist.[4]“ Unabhängig von den Beobachtungen Chéseauxs, da seine Liste erst 1892 veröffentlicht wurde, beobachtete der französische Astronom Charles Messier ungefähr 18 Jahre später denselben Nebel. Er trug seine Beobachtung am 3. Juni 1764 in seinen Messier-Katalog ein. Der beobachtete Sternenhaufen wird in seinem Katalog als „ein Haufen von kleinen Sternen, eingebettet in einem schwachen Glühen“ beschrieben. Außerdem stellte er fest, dass dieser Sternhaufen in einem „kleineren Teleskop wie ein Nebel erscheint“. Eine direkte Beobachtung des Nebels, wie die Aufnahmen durch das Hubble-Weltraumteleskop ihn zeigen, ist bis hier nicht eingetreten. Messier beschrieb den Nebel wahrscheinlich als „in einem schwachen Glühen eingebettet“, da die damaligen Teleskope keine ausreichende Kontrastleistung besaßen. Erst sehr viel später wurden eindeutige Beobachtungen des Nebels durchgeführt und gegen Anfang des 20. Jahrhunderts erste Aufnahmen gemacht. 995 machte das Hubble-Weltraumteleskop Aufnahmen dieser Region, welche faszinierende Strukturen offenbarten. Erstmals gelangen detaillierte Einblicke in die Entstehungsprozesse von Sternen, die aus diesem Blickwinkel nie zuvor beobachtet wurden. Diese Säulen ähneln von der Struktur her einem Greifvogel im Sturzflug, wodurch der Nebel seinen Namen erhielt. Anfang 2007 machte das Spitzer-Weltraumteleskop Aufnahmen im Infrarotbereich. Diese Aufnahmen zeigten den intakten Nebel, wie man ihn von den bekannten Aufnahmen des Hubble-Teleskops kennt und eine Wolke aus heißem Staub. Es wird vermutet, dass diese Wolke Überrest einer Sternenexplosion bzw. einer Supernova ist und dass diese Wolke wahrscheinlich genug Kraft besitzt, die Molekülwolken, aus denen die populären Säulen der Schöpfung bestehen, in ihrer Form zu verändern. So besteht die Möglichkeit, dass diese Wolke der Supernova den Staub und die Gase aus dem Nebel mit sich reißt und die darin und dahinter verborgenen jungen Sterne freilegt. Die zugehörige Supernova, welche als Auslöser für dieses Ereignis gilt, konnte vermutlich vor ein bis zweitausend Jahren am Himmel beobachtet werden. Durch die Entfernung von siebentausend Lichtjahren liegt das Ereignis also schon acht oder neuntausend Jahre in der Vergangenheit. Astronomen spekulieren, dass die Säulen bereits weggeblasen sein könnten, wir jedoch auf Grund der großen Entfernung und der Zeit, die das Licht für diese Reise benötigt (siehe Lichtgeschwindigkeit), noch den Zustand des Nebels vor siebentausend Jahren sehen können.[5][6]

Finder Chart for M16 (credit:- freestarcharts)

M17/ NGC6618 / Omeganebel / Schwanennebel

Typ: Emissionsnebel
Sternbild: Schütze
Kulmination: 18. Juli
Alter: 1 Million Jahre
Entfernung: 5500 Lichtjahre
Durchmesser: 32 Lichtjahre
Helligkeit: 6,0 mag
Nächstes Objekt: M16, M18, M24, M25
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 22-04-2022    
Teleskop: Newton 250/1200
Kamera: ASI294mcpro
Filter: Optolong extreme
Belichtungszeit: 90
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 20.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600 mono
Filter: ZWO SHO
Belichtungszeit: 310 min
Bearbeitet mit: APP

Der Omeganebel (auch mit Messier 17 oder NGC 6618 bezeichnet, selten auch Schwanennebel oder Hufeisennebel) ist ein Emissionsnebel im Nordteil des Sternbilds Schütze. Er besitzt eine scheinbare Helligkeit von +6,00 mag und einen Durchmesser von 15′. Durch die Strahlung der im Inneren liegenden jungen Sterne wird er zum Leuchten angeregt und erscheint in einem roten bis rosa Farbton. Er liegt im Sagittarius-Arm der Milchstraße, einem sehr nebelreichen Sternentstehungsgebiet, und erstreckt sich im sichtbaren Bereich über 15 Lichtjahre. Die Materieansammlung dagegen erstreckt sich wesentlich weiter über einen Durchmesser von 40 Lichtjahren. Es entstehen immer noch Sterne in diesem H-II-Gebiet, was auch die 35 jungen Sterne zeigen, die als offener Sternhaufen im Nebel verborgen sind. Der Nebel umfasst etwa 800 Sonnenmassen. M17 kann leicht am Himmel gefunden werden und befindet sich in der Nähe des Adlernebels (M16).

Finder Chart for M17 (credit:- freestarcharts)

M18/ NGC6613

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 17. Juli
Alter: 32 Millionen Jahre
Entfernung: 4900 Lichtjahre
Durchmesser: 13 Lichtjahre
Helligkeit: 7,5 mag
Nächstes Objekt: M17, M25
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 11-08-2022 
Teleskop: Askar 107PHQ
Kamera: ZWO 6200 mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 50
Bearbeitet mit: APP

Messier 18 (auch als NGC 6613 bezeichnet) ist ein etwa 7 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 10′ im Sternbild Schütze. In ihm finden sich zahlreiche helle, blaue Riesensterne. Sie sind so heiß, dass sie überwiegend im blauen Licht und im nahen Ultravioletten leuchten. M 18 ist rund 4600 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Anhand der massereichen blauen Sterne schätzen die Forscher, dass der Sternhaufen rund 30 Millionen Jahre alt ist.[3] Charles Messier entdeckte den Sternhaufen im Jahr 1764 und verzeichnete ihn in seinem Katalog.[4]

Finder Chart for M18 (credit:- freestarcharts)

M19/ NGC6273

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 26. Juni
Alter: 11,9 Milliarden Jahre
Entfernung: 28700 Lichtjahre
Durchmesser: 140 Lichtjahre
Helligkeit: 7,2 mag
Nächstes Objekt: M4
Aufnahmedatum: -     
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 19 (auch als NGC 6273 bezeichnet) ist ein +7,47 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 17,0 im Sternbild Schlangenträger.

Finder Chart for M19 (credit:- freestarcharts)

M20 / NGC6514 / Trifidnebel

Typ: Emissions- und Reflexionsnebel
Sternbild: Schütze
Kulmination: 13. Juli
Alter: 0,5 Millionen Jahre
Entfernung: 5200 Lichtjahre
Durchmesser: 42 Lichtjahre
Helligkeit: 6,3 mag
Nächstes Objekt: M8
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 09-05-2022      
Teleskop: Askar Fra500
Kamera: ZWO ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 100min
Bearbeitet mit: APP

Der Trifidnebel (auch als Messier 20 oder NGC 6514 bezeichnet) ist ein Emissions- und Reflexionsnebel im Sternbild Schütze. Der Name entstammt dem lateinischen Wort trifidus „dreigeteilt, dreigespalten“, da eine dunkle Staubwolke (Barnard 85) den Nebel dreiteilt. Der Trifidnebel ist ein Ort der Sternentstehung (H-II-Gebiet) mit einer scheinbaren Helligkeit von +9,0 mag und einer Flächenausdehnung von 28′ × 28′. Die Ionisation des Hauptnebels erfolgt durch den heißen Stern HD 164492, der zum O7-Typ gehört. Im Inneren des Nebels verstecken sich noch einige nur im Infraroten sichtbare massereiche Protosterne. Die Entfernung des Trifidnebels von der Erde beträgt etwa 5200 Lichtjahre. Wegen seiner südlichen Position ist der Nebel in Mitteleuropa nicht besonders gut zu beobachten. Auf der Detailaufnahme sind Jets sichtbar, wie sie sich bei der Sternentstehung entwickeln. 

Finder Chart for M20 (credit:- freestarcharts)

M21/ NGC6531

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 13. Juli
Alter: 4,6 Millionen Jahre
Entfernung: 4250 Lichtjahre
Durchmesser: 16 Lichtjahre
Helligkeit: 6,5 mag
Nächstes Objekt: M20

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 21 (auch als NGC 6531 bezeichnet) ist ein +5,9 mag heller offener Sternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 13′ im Sternbild Schütze. M21 ist in Mitteleuropa wegen seiner südlichen Position nicht leicht zu beobachten.

Finder Chart for M21 (credit:- freestarcharts)

M22/ NGC6656

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 22. Juli
Alter: 12 Milliarden Jahre
Entfernung: 10400 Lichtjahre
Durchmesser: 86 Lichtjahre
Helligkeit: 5,1 mag
Nächstes Objekt: M7, M8, M25
Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 22 (auch als NGC 6656 bezeichnet) ist ein 5,5 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 32′ im Sternbild Schütze. Er steht in Richtung des Milchstraßenzentrums, 2° nordöstlich des Sterns Lambda Sagittarii. M22 ist der hellste von Europa aus sichtbare Kugelsternhaufen, steht allerdings tief am Südhimmel. Schon mit bloßem Auge als sternartiges Objekt sichtbar, ist er im Teleskop ein attraktives Deep-Sky-Objekt und fast so prächtig wie der bekannte Herkuleshaufen M13. Er besteht aus rund 80.000 Sternen, unter denen etwa 100 als veränderliche Sterne katalogisiert sind. Aufgrund seiner Helligkeit wurde M22 auch als erster Kugelsternhaufen beobachtet: der deutsche Amateurastronomen Johann Abraham Ihle nahm ihn am 26. August 1665[5] in seinem 2-Zoll-Fernrohr als rundes Nebelfleckchen wahr. Im Achtzöller werden von den hellsten Sternen (11 mag) einige Dutzend am Haufenrand erkennbar. 2001 beobachtete man Helligkeitsausbrüche, die durch eine Zwergnova oder durch Mikrolinseneffekte enger Sternbahnen erklärt wurden.[6] Im September 2012 entdeckte ein internationales Forscherteam mit Hilfe des Very Large Array des US-amerikanischen Radioastronomie-Observatoriums NRAO, dass M22 mehr als ein Schwarzes Loch enthält, was bisher aus Gründen der Himmelsmechanik als ausgeschlossen galt. Die beiden Objekte haben jeweils 10 bis 20 Sonnenmassen.[7] 2019 wurden die Überreste einer 48 v. Chr. in China beobachteten Nova in M22 entdeckt.[8] Das bestätigte eine der ältesten aufgezeichneten Beobachtungen eines Ereignisses außerhalb des Sonnensystems. Zu sehen ist ein rötlicher Nebel mit einer Ausdehnung von 8000 AE. Die Beobachtungen erfolgten mit dem MUSE-Instrument des Very Large Telescope.

Finder Chart for M22 (credit:- freestarcharts)

M23/ NGC6494

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 11. Juli
Alter: 220 Millionen Jahre
Entfernung: 2150 Lichtjahre
Durchmesser: 20 Lichtjahre
Helligkeit: 6,9 mag
Nächstes Objekt: M24
Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 23 (M23, auch als NGC 6494 bezeichnet) ist einer der sechs hellsten offenen Sternhaufen im Sommersternbild Schütze (Sagittarius). Er hat eine Helligkeit von +5,5 mag und eine Winkelausdehnung von 27′. Der Haufen steht mit rund 2000 Lichtjahren Entfernung, auf halben Weg zwischen der Sonne und dem Sagittarius-Arm unserer Galaxis. Die Analyse des Farben-Helligkeits-Diagramms von Messier 23 ergibt ein Alter von rund 300 Millionen Jahren.[4] Einige Grad östlich liegt – fast im Zentrum der Milchstraße – die kleine Sagittariuswolke (M24) und der mit M23 vergleichbare Sternhaufen Messier 25.

Finder Chart for M23 (credit:- freestarcharts)

M24/ IC4715 / Kleine Sagittariuswolke

Typ: Sternwolke
Sternbild: Schütze
Kulmination: 17. Juli
Alter: 220 Millionen Jahre
Entfernung: 10000 Lichtjahre
Durchmesser: 600 Lichtjahre
Helligkeit: 2,5 mag
Nächstes Objekt: M25

Aufnahmeort: Kamaria / Peleponnes
Aufnahmedatum: 26.05.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 185min
Bearbeitet mit: APP

Messier 24 ist ein sichtbarer Teil des Sagittarius-Arms der Milchstraße. Nach dem Aussehen der Sternwolke prägte Angelo Secchi (Vatikansternwarte) um 1850 den Namen Delle Caustiche. Heute wird sie meist Sagittarius-Wolke bzw. kleine Sagittarius-Wolke genannt – zur Abgrenzung von der großen Sagittarius-Wolke, einem sichtbaren Teil des Zentralbereichs der Galaxis etwas weiter südlich. Charles Messier hielt die sehr kompakt erscheinende Wolke 1764 für einen Sternhaufen und nahm sie deshalb in seinen Nebelkatalog auf. Während die zentralen und alle fernen Teile der Milchstraße durch interstellaren Staub verdeckt und damit für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, erlaubt hier ein tunnelartiges Fenster in der Staubverteilung den Blick auf einen Ausschnitt nahe dem galaktischen Zentrum. Normalerweise verschluckt hier der Staub 20–30 Helligkeitsstufen des Lichts.[2] In diesem Sinne kann das Objekt Messier 24 auch als Himmelsregion mit wenig Absorption bzw. interstellarem Staub aufgefasst werden. Das Gebiet liegt im Sternbild Schütze und hat eine scheinbare Ausdehnung von rund 2° × 1°. Die Sternwolke ist etwa 10 000 Lichtjahre entfernt. Sie enthält mehrere Offene Sternhaufen, wobei insbesondere NGC 6603 hervorsticht. Ferner heben sich unter anderem die zwei Dunkelwolken Barnard 92 und Barnard 93 vor dem Hintergrund der Sagittarius-Wolke deutlich ab. Das Objekt wurde 1764 von Charles Messier beobachtet und unter der Nummer 24 in seinen Katalog aufgenommen. Manchmal wird Messier 24 auch mit NGC 6603 identifiziert; aufgrund seiner Beschreibung des Objekts[3] (insbesondere seiner Abmessungen) ist es jedoch unzweifelhaft, dass Messier die Sternwolke beobachtet und beschrieben hat und nicht nur diesen Sternhaufen. Edward Barnard konnte um 1915 fotografisch zwei Dunkelnebel nachweisen, die den nördlichen Rand der „Sichtröhre“ bilden: Barnard 92 (auch black hole genannt) und Barnard 93.[4] Sie sind wesentlich größer als die meist etwa 25 Lichtjahre großen „Flocken“ des interstellaren Staubs.

Finder Chart for M24 (credit:- freestarcharts)

M25/ IC4725

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 20. Juli
Alter: 90 Millionen Jahre
Entfernung: 2000 Lichtjahre
Durchmesser: 20 Lichtjahre
Helligkeit: 4,6 mag
Nächstes Objekt: M21, M24
Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 25 (M25, auch als IC 4725 bezeichnet) ist einer der fünf hellsten offenen Sternhaufen im Sommersternbild Schütze (Sagittarius). Er hat eine Helligkeit von +4,6 mag und eine Winkelausdehnung von 32′. Einige Grad westlich liegt – fast im Zentrum der Milchstraße – die kleine Sagittariuswolke (M24) und der mit M25 vergleichbare Sternhaufen Messier 23.

Finder Chart for M25 (credit:- freestarcharts)

M26 NGC6694

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schild
Kulmination: 24. Juli
Alter: 89 Millionen Jahre
Entfernung: 5000 Lichtjahre
Durchmesser: 22 Lichtjahre
Helligkeit: 8,0 mag
Nächstes Objekt: M11
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 22.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: !$% min
Bearbeitet mit: APP

Messier 26 (auch als NGC 6694 bezeichnet) ist ein +8,0 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 15′ im Sternbild Schild.

Finder Chart for M26 (credit:- freestarcharts)

M27 / NGC6853 / Hantelnebel / Dumbbellnebula

Typ: Planetarischer Nebel
Sternbild: Füchschen
Kulmination: 12 August
Alter: 8700-14000 Jahre
Entfernung: 1360 Lichtjahre
Durchmesser: 2,88 Lichtjahre
Helligkeit: 7,4 mag
Nächstes Objekt: M71
Aufnahmeort: Gornergrat, Zermatt
Aufnahmedatum: 01-09-2021
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 294
Filter: -
Belichtungszeit: 120min
Bearbeitet mit: APP, PS

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 24.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600 mono
Filter: ZWO LSHO
Belichtungszeit: 235 min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 28.08.2022
Teleskop: RASA11
Kamera: ASI 2600 mcpto
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 224x60s
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 28.08.2022
Teleskop: RASA11
Kamera: ASI 2600 mcpto
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 224x60s + 35x300s = 399m
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 28.08.2022
Teleskop: RASA11
Kamera: ASI 2600 mcpto
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 224+60s
Bearbeitet mit: APP, Starnet++
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 02.09.2022
Teleskop: EdgeHD1100 + Reducer
Kamera: ASI 2600 mcpro
Filter: L-Extreme
Belichtungszeit: 180 min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 03./04.09.2022
Teleskop: EdgeHD1100 OHNE Reducer
Kamera: ASI 2600 mcpro
Filter: L-pro
Belichtungszeit: 180 min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 03./04.09.2022
Teleskop: EdgeHD1100 alle Aufnahmen
Kamera: ASI 2600 mcpro
Filter: L-pro
Belichtungszeit: 325 min
Bearbeitet mit: APP, Starreducer 80%

 Der Hantelnebel (auch mit Messier 27 oder NGC 6853 bezeichnet, vom engl. auch Dumbbell-Nebel) ist ein 7,5 mag heller planetarischer Nebel mit einer Flächenausdehnung von 8,0 × 5,7 Bogenminuten im Sternbild Fuchs. Die Entfernung beträgt rund 1300 Lichtjahre.[3] Der Nebel dehnt sich um 6,8 Bogensekunden pro Jahrhundert aus. Der Zentralstern ist ein Weißer Zwerg von 14 mag und einer Temperatur von über 100.000 Kelvin.[5] Der Nebel wurde von Charles Messier im Jahr 1764 entdeckt.[6] In nachfolgenden Beobachtungen schien der Nebel aus zwei verbundenen elliptischen Komponenten zu bestehen,[6] deren Form John Herschel mit einer Hantel verglich und so 1833[7] den Namen des Nebels prägte. Spätere Untersuchungen ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit zwischenzeitlich in der Leistungsfähigkeit wiederum fortgeschrittenen Teleskopen zeigten eine komplexere Struktur;[8][9][10] Fotografien gelangen Ende der 1880er Jahre. Parallel zur Klärung der Form wurde diskutiert, durch welche Rotation und Dynamik des Objekts sich die Form ergeben und erhalten könnte.[11] Erste Spektralanalysen im Jahr 1864 durch William Huggins – Pionier auf diesem Gebiet – ließen Spektrallinien deutlich erkennen, schlossen zuvor vermutete Sternhaufen aus, deuteten vielmehr auf eine Masse von Gas oder Dampf hin.[6] Die zweifelsfreie Einordnung als planetarischer Nebel zusammen mit der Identifikation des Zentralsterns erfolgte schließlich in den 1910er Jahren.[6] Die Entfernung wurde im Jahr 1962 anhand der Helligkeit einer Spektrallinie ermittelt,[12] jedoch blieb sie lange Zeit mit großen Unsicherheiten behaftet, die Ergebnisse verschiedener Messungen in der Folgezeit reichten von 490 bis hin zu 3.500 Lichtjahren.[2] Auch Triangulationen durch optische Parallaxenmessung um das Jahr 2000 wiesen selbst unter Verwendung des Hubble-Weltraumteleskops noch unerwartet große Messfehler auf.[5] Erst mithilfe des auf Parallaxenmessung spezialisierten Satelliten Gaia gelang eine über Jahre stetig verbesserte Entfernungsbestimmung, die im Jahr 2020 einen Wert von 1.278 Lichtjahren mit einem Fehler von 9 Lichtjahren ergab.[3] Der Nebel wurde mit dem Planck-Weltraumteleskop untersucht, eine Dichte von 20.000 ionisierten Atomen pro Kubikzentimeter und deren Masse von etwa 0,065 Ms sowie eine Temperatur von 6.000 – 10.000 K ermittelt.[13] Spektroskopische Untersuchungen ergaben ähnliche Temperaturen.[14]

Finder Chart for M27 (credit:- freestarcharts)

M28/ NGC6626

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 19. Juli
Alter: 12 Milliarden Jahre
Entfernung: 18000 Lichtjahre
Durchmesser: 60 Lichtjahre
Helligkeit: 7,2 mag
Nächstes Objekt: M8, M22, M24
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 20.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 150 min
Bearbeitet mit: APP

Messier 28 (auch als NGC 6626 bezeichnet) ist ein +7,66 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 11,2′ im Sternbild Schütze. Er ist rund 18.000 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 60 Lichtjahren. Entdeckt wurde das Objekt am 27. Juli 1764 vom französischen Astronomen Charles Messier.[4]

Finder Chart for M28 (credit:- freestarcharts)

M29/ NGC6913

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schwan
Kulmination: 18. August
Alter: 10 Millionen Jahre
Entfernung: 3700-6000 Lichtjahre
Durchmesser: 8 Lichtjahre
Helligkeit: 7,1 mag
Nächstes Objekt: M72
Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 29 (auch als NGC 6913 bezeichnet) ist ein +6,6 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 7 in der Mitte des Sternbildes Schwan. Er steht 1,7° südlich vom Stern Sadr (γ Cyg) in einer sehr sternreichen Region der Milchstraße und ist im Feldstecher nur als kleiner Nebelfleck zu sehen, in dem Messier 1764 lediglich 8 Sterne erkannte. Zufolge der Anordnung der 7 hellsten Sterne wird die Gruppe auch „kleine Plejaden“ genannt. Wegen der den Schwan durchziehenden Sternwolken ist es schwierig, die Haufenmitglieder von den zahlreichen Hintergrundsternen abzugrenzen. Dementsprechend gab der frühere Becvar-Katalog nur 20 Sterne an, andere Autoren jedoch bis 300[4]. Die Entfernungsangaben verschiedener Quellen reichen von 3700 bis 6000 Lj, nach SEDS sind es 4000 Lichtjahre.

Finder Chart for M29 (credit:- freestarcharts)

M30/ NGC7099

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Steinbock
Kulmination: 06. September
Alter: 12,9 Milliarden Jahre
Entfernung: 29400 Lichtjahre
Durchmesser: 100 Lichtjahre
Helligkeit: 7,4 mag
Nächstes Objekt: M72, M73
Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 30 (auch als NGC 7099 bezeichnet) ist ein 7,7 mag heller Kugelsternhaufen, mit einer Winkelausdehnung von 12,0′ im Sternbild Steinbock. Seine Gesamtmasse wird auf rund 300.000 Sonnenmassen geschätzt. Die elliptische Umlaufbahn von M 30 ist um etwa 50° gegen die galaktische Ebene geneigt, während seines 160 Millionen Jahre dauernden Umlaufs um das Galaktische Zentrum kann er sich diesem abwechselnd bis auf 10.000 Lichtjahre nähern oder sich von ihm bis zu 25.000 Lichtjahre entfernen. Das Objekt wurde am 3. August 1764 von Charles Messier von Paris aus entdeckt[5][4]

M31 / NGC224 / Andromedagalaxis M32 / NGC221 M110 / NGC205

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Andromeda
Kulmination: 23. Oktober
Alter: 10 Milliarden Jahre
Entfernung: 2,54 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 140000 Lichtjahre
Helligkeit: 3,4 mag
Nächstes Objekt: M103
Aufnahmeort:  Hamburg
Aufnahmedatum: 30-10-2021
Teleskop: RASA 11 f2.2
Kamera: ASI 2600
Filter: UVIR-Cut
Belichtungszeit: 90min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort:  Hamburg
Aufnahmedatum: 10-08-2022
Teleskop: Askar 107PHQ
Kamera: ASI 6200 mcpro color
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 100min
Bearbeitet mit: APP

Die Andromedagalaxie, auch (veraltet) Andromedanebel oder Großer Andromedanebel, ist die der Milchstraße mit rund 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung nächstgelegene Spiralgalaxie. Sie befindet sich im namensgebenden Sternbild Andromeda und ist das entfernteste Objekt, das unter guten Bedingungen ohne technische Hilfsmittel mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Häufig wird sie auch kurz als M31 bezeichnet nach ihrem Eintrag im Messier-Katalog. Die Andromedagalaxie ähnelt der Milchstraße. Beide Galaxien beherbergen die gleichen Arten von astronomischen Objekten, aus der „äußeren“ Perspektive der Milchstraße besteht jedoch eine bessere Sicht auf die Struktur der Galaxie. Es sind dunkle Staubbänder, Sternentstehungsgebiete und im Außenbereich über 200, möglicherweise 500 Kugelsternhaufen auszumachen. Auch können in immer größeren Bereichen ihre einzelnen Sterne beobachtet werden. Die Galaxie weist im Zentrum ein massereiches Schwarzes Loch von etwa 100 Millionen Sonnenmassen auf, Spiralarme erstrecken sich davon bis zu einer Distanz von rund 80.000 Lichtjahren,[7] ihr Halo dehnt sich über eine Million Lichtjahre[8] aus. Hinsichtlich des Halos ist die Andromedagalaxie das größte Mitglied der Lokalen Gruppe, einer Ansammlung gravitativ gebundener Galaxien. Die Andromedagalaxie und die ähnlich massereiche Milchstraße sind in der Lokalen Gruppe die beiden mit Abstand massereichsten Galaxien[9] und binden jeweils eine Vielzahl von Satellitengalaxien an sich. Die in der jüngeren Literatur angegebenen Schätzwerte für die Masse der Andromedagalaxie bewegen sich zwischen 0,7 und 2,5 Billionen Sonnenmassen,[5] wovon ihre Sterne etwa 100 Milliarden Sonnenmassen ausmachen.[10][11] Die Andromedagalaxie wird seit langem wissenschaftlich untersucht. Es gelang allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts, dieses zuvor auch in Teleskopen nur als Nebelfleck erscheinende Objekt als Spiralnebel, gebildet aus Sternen, näher zu bestimmen. Anhand der Andromedagalaxie wurde dann in den 1920er Jahren festgestellt, dass Spiralnebel eigenständige, außerhalb der Milchstraße gelegene Sternsysteme sind. Damit schritt der Erkenntnisgewinn einher, dass das Weltall neben der Milchstraße aus zahlreichen weiteren Galaxien besteht. Abweichungen zwischen berechneter und beobachteter Rotation in der Andromedagalaxie deuteten seit etwa 1940 auf Dunkle Materie oder eine Abweichung zur Newtonschen Dynamik hin. Seit der Jahrtausendwende findet man vermehrt Spuren einer zurückliegenden Kollision mit einer anderen Galaxie.[12]

M33/ NGC598 / Dreiecksnebel

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Dreieck
Kulmination: 03. November
Alter: 5 Millionen Jahre (H-Alpha Bezirke)
Entfernung: 3 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 50-60000 Lichtjahre
Helligkeit: 5,7 mag
Nächstes Objekt: M32, M33, M110
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 21./22.09.2022    
Teleskop: Sharpstar PHQ 107
Kamera: ASI 2600mm mono
Filter: LHOO
Belichtungszeit: 550
Bearbeitet mit: APP

Der Dreiecksnebel, auch als Dreiecksgalaxie sowie als Triangulumnebel oder Messier 33 bezeichnet, ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 70′ × 40′ und der Gesamthelligkeit von 5,7 mag im Sternbild Dreieck am nördlichen Fixsternhimmel. Damit ist sie nach dem Andromedanebel die zweithellste Spiralgalaxie am Nachthimmel und eine der uns nächstgelegenen. Allerdings verteilt sich ihre Helligkeit auf eine größere Fläche, sodass sie unter normalen Bedingungen nicht freiäugig, sondern allenfalls im Feldstecher sichtbar ist. Daher sind im Fernrohr etwa 20 fernere Galaxien leichter zu beobachten. Der Dreiecksnebel wurde um 1654 vom italienischen Astronomen Giovanni Battista Hodierna entdeckt und am 25. August 1764 von französischen Astronomen Charles Messier aufgezeichnet. Weitere frühe Beobachtungen wurden von Johann Elert Bode (1775), William Herschel (1784) und John Herschel (1828) gemacht.[7] Der Dreiecksnebel ist mit einem Durchmesser von etwa 50.000–60.000 Lichtjahren[6] nach dem Andromedanebel (≈ 150.000 Lj; Halo 240 kpc) und der Milchstraße (≈ 100.000 Lj; Halo 50 kpc) das drittgrößte Objekt in der Lokalen Gruppe. Das im Messier-Katalog als M33 geführte Objekt war nach M51 die zweite Galaxie, an der Lord Rosse 1845 mit seinem Riesenteleskop eine Spiralstruktur erahnen konnte. Die Existenz dieser Spiralarme wurde von anderen Astronomen lange bezweifelt. Die Entfernung der Erde zum Dreiecksnebel beträgt knapp drei Millionen Lichtjahre. Die baryonische Masse dieser Spiralgalaxie (Sterne und Gas) beträgt etwa zwei Prozent der Masse des Milchstraßensystems oder vier bis sechs Milliarden Sonnenmassen. Zusammen mit der umgebenden dunklen Materie dürften es ungefähr 50 Milliarden Sonnenmassen sein.[8] Möglicherweise ist der Dreiecksnebel gravitativ an den Andromedanebel gebunden. Die Galaxie könnte möglicherweise auf den Kollisionweg der Milchstraße mit der Andromeda-Galaxie treffen.[9] 2005 gelang es einem deutschen Team von Forschern durch Beobachtungen von H2O-Masern auf entgegengesetzten Seiten der Spiralgalaxie mit dem VLBA, ein Modell für die Rotation und Eigenbewegung des Dreiecksnebels aufzustellen. Das Team kam zu dem Ergebnis, dass die Galaxie sich mit einer Eigenbewegung von −30±8 Mikrobogensekunden (µ″/a) pro Jahr in Rektaszension und 45±9 µ″/a in Deklination bewegt. Daraus schließen die Forscher auf eine Gesamtgeschwindigkeit von 190±60 km/s relativ zum Milchstraßensystem, wobei die Bewegung ungefähr in Richtung des Andromedanebels zeigt.[10] Solche Messungen sind bisher nur für wenige Galaxien gelungen und stellen eine wesentliche Voraussetzung für dynamische Modelle der Lokalen Gruppe dar. Es sind einige Kugelsternhaufen, von denen einige zur seltenen Objektklasse der blauen Kugelsternhaufen gehören, mit dieser Galaxie assoziiert. Wahrscheinlich hat der Dreiecksnebel auch eine Satellitengalaxie, und zwar die Pisces-Zwerggalaxie. Schon Wilhelm Herschel bemerkte bei der Beobachtung des Dreiecksnebels die große HII-Region (ein diffuser Gasnebel aus ionisiertem Wasserstoff) NGC 604. Herschel nahm diese aber noch als separates Objekt wahr und gab ihr den Namen H III.150. Dieses riesige Sternentstehungsgebiet gehört mit einem Durchmesser von fast 1500 Lichtjahren zu den größten bekannten Objekten dieser Art und gleicht in den spektralen Charakteristiken dem Orionnebel. Schon Amateurteleskope erlauben die Beobachtung dieses Gasnebels, der nordöstlich vom Zentrum der Galaxie zu finden ist. Herschel bemerkte auch noch drei kleinere HII-Regionen, nämlich NGC 588, NGC 592 und NGC 595. m Oktober des Jahres 2007 entdeckten Forscher mit Hilfe des Chandra-Röntgenteleskops in der Galaxie das zu dieser Zeit massereichste bekannte Schwarze Loch, das sich aus einem einzelnen Stern entwickelt hat. Massereichere Schwarze Löcher sind zu dieser Zeit nur aus den Kernen von Galaxien bekannt, wo sich diese Objekte durch den Einsturz von Materie immer weiter vergrößern. Das Objekt, das als Röntgenquelle den Namen M33 X-7 erhielt, wird auf knapp 16 Sonnenmassen geschätzt. Es befindet sich im Orbit um einen mit etwa 70-facher Sonnenmasse außergewöhnlich großen Stern, bei dem es sich wahrscheinlich um einen Blauen Riesenstern handelt.[12] Nach bisherigen Erkenntnissen von Forschern haben stellare Schwarze Löcher eigentlich eine Massenobergrenze von etwa 15 Sonnenmassen.

Finder Chart for M33 (credit:- freestarcharts)

 

M34 / NGC 1039

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Perseus
Kulmination: 07. November
Alter: 200 Millionen Jahre
Entfernung: 1500 Lichtjahre
Durchmesser: 15 Lichtjahre
Helligkeit: 5,5 mag
Nächstes Objekt: M76

Aufnahmeort: Schauinsland
Aufnahmedatum: 11-10-2021      
Teleskop: Explore Scientific 127/952
Kamera: ZWO ASI 2600mcpro
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 81min
Bearbeitet mit: APP

Messier 34 (auch als NGC 1039 bezeichnet) ist ein mittelgroßer offener Sternhaufen mit einem Winkeldurchmesser von 25′ und einer scheinbaren Helligkeit von 5,2 mag. Er steht im Sternbild Perseus an der Grenze zur Andromeda, etwa halbwegs zwischen den Sternen Algol (β Per) und Alamak (γ And). Der Haufen ist rund 1.400 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 15 Lichtjahren. Er besteht aus etwa hundert Sternen, die gemeinsam vor etwa 200 Millionen Jahren entstanden sind.[4] Da M34 nur rund 100 Sterne enthält, die sich über mehr als Vollmondbreite erstrecken, ist diese Anhäufung von Sternen unauffällig. Messier gab 1764 einen Durchmesser von nur 17′ an. Im Feldstecher 8×30 lediglich als zartes Sterngrüppchen zu erkennen, zeigen sich ab 10×50 ein Dutzend Sterne im Gesichtsfeld[5]. Im Fernrohr hingegen wirkt der Sternhaufen ab 50-facher Vergrößerung zunehmend zerstreuter. Ungewöhnlich ist die geringe Varianz der Helligkeiten und die vielen Doppelsterne.

Finder Chart for M34 (credit:- freestarcharts)

M35 / NGC2168

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Zwillinge
Kulmination: 13. Januar
Alter: 100 Millionen Jahre
Entfernung: 2800 Lichtjahre
Durchmesser: 24 Lichtjahre
Helligkeit: +5,2 mag
Nächstes Objekt: M37

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 25-04-2022   
Teleskop: RASA 11
Kamera: ASI 6200 mcpro
Filter: IDS NBZ
Belichtungszeit: 80min
Bearbeitet mit: APP

Messier 35 (auch als NGC 2168 bezeichnet) ist ein naher und sehr heller offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, nahe dem Sommerpunkt. Mit einer Winkelausdehnung von 28 Bogenminuten und einer scheinbaren Helligkeit von 5,1 mag kann er bei besonders klarem Himmel schon freiäugig erkannt werden. Er steht beim Fuß des rechten Zwillings (Sterne μ, η und 1 Gem). Im Feldstecher als zartes Sternwölkchen erkennbar, zeigt M35 bei 30-facher Vergrößerung schon in einem kleinen Fernrohr, wie deutlich er sich von seiner Umgebung abhebt.[4] Die hellsten Sterne sind rötlich, drei bilden ein auffälliges Dreieck. In einem 20-cm-Spiegelfernrohr sehen erfahrene Beobachter bereits über 200 Sterne. Ein reizvoller Kontrast in Größe und Sterndichte zeigt sich zum Cluster NGC 2158, der nur 0,4° südwestlich und daher im selben Gesichtsfeld steht. NGC 2158 ist fünf Mal weiter entfernt, hat aber mindestens 10× mehr Sterne und ein viel höheres Alter.

Finder Chart for M35 (credit:- freestarcharts)

M36/ NGC1960

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Fuhrmann
Kulmination: 04. Januar
Alter: 25 Millionen Jahre
Entfernung: 4100 Lichtjahre
Durchmesser: 14 Lichtjahre
Helligkeit: +6,2 mag
Nächstes Objekt: M37, IC417

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 36 (auch als NGC 1960 bezeichnet) ist einer der drei offenen Sternhaufen im Wintersternbild Fuhrmann. Seine Helligkeit beträgt +6,0 mag, seine Winkelausdehnung 10′. Im Feldstecher 10×50 zeigt er ein Wölkchen mit 10 bis 15 Sternen 9.–10. Größe, in einem 20cm-Spiegelfernrohr bereits über 60, doch weniger als seine Nachbarn M37 und M38. Insgesamt dürfte er fast 200 Sterne umfassen.[5]

Finder Chart for M36 (credit:- freestarcharts)

M37 / NGC2099

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Fuhrmann
Kulmination: 09. Januar
Alter: 300 Millionen Jahre
Entfernung: 4400 Lichtjahre
Durchmesser: 30 Lichtjahre
Helligkeit: +6,0 mag
Nächstes Objekt: M36

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 23-04-2022   
Teleskop: RASA11
Kamera: ASI260mcpro
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 75min
Bearbeitet mit: APP

Messier 37 (auch als NGC 2099 bezeichnet) ist einer der drei Offenen Sternhaufen im Wintersternbild Fuhrmann, die im Messier-Katalog enthalten sind. Seine Helligkeit beträgt 5,6 mag, seine Winkelausdehnung 15′. Er steht 4° südlich des Sterns θ Aurigae und kann bei ideal dunklem Himmel freiäugig erkannt werden. Im Feldstecher zeigt er einen ovalen Nebelfleck aus 8–12 Sternen 9. Größe, im klassischen Achtzöller (20-cm-Spiegelteleskop) bereits etwa 150 Sterne. Sie sind deutlich zur Mitte konzentriert, weisen aber im Nordosten eine balkenförmige Sternlücke auf. Von den etwa 2000 Sternen sind 200 heller als 13 mag, darunter etwa 15 Rote Riesen, 20 Veränderliche und über 30 Doppelsterne[6]. Im Haufenzentrum steht der markante F8-Stern HD 39183 mit 9,2 mag. Wegen seiner großen Sternanzahl diente M37 vielen Astronomen als Objekt zur Untersuchung der Sternentwicklung, etwa mittels Farben-Helligkeits-Diagramm.

Finder Chart for M37 (credit:- freestarcharts)

M38/ NGC1912

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Fuhrmann
Kulmination: 02. Januar
Alter: 220 Millionen Jahre
Entfernung: 4200 Lichtjahre
Durchmesser: 50 Lichtjahre
Helligkeit: +7,0 mag
Nächstes Objekt: M36, M37

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 26.04.2022    
Teleskop: RASA 11
Kamera: ZWO 6200 mcpro
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 80
Bearbeitet mit: APP

Messier 38 (auch als NGC 1912 bezeichnet) ist einer der drei Offenen Sternhaufen (nebst M36 und M37) im Wintersternbild Fuhrmann. Seine scheinbare Helligkeit beträgt 6,4 mag, seine Winkelausdehnung 21′. Er ist rund 4000 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 25 Lichtjahren. M38 ist ein mäßig dichter Haufen mit einem geschätzten Alter von etwa 200 Millionen Jahren[4]. Die ältesten Mitgliedssterne sind Riesen der Spektralklasse B5 mit einer absoluten Helligkeit von etwa −1,5 mag. Das Objekt enthält ebenfalls eine Anzahl von A-Typen Hauptreihensterne und einige Riesen des Typs G[5]. Im Feldstecher 10×50 zeigt er ein Wölkchen mit einer Handvoll Einzelsterne 9.–10. Größe, in einem kleinen Fernrohr deutliche Kreuzform, die in stärkeren Teleskopen verschwindet. In einem 20-cm-Spiegelfernrohr sehen erfahrene Beobachter bereits 100–150 Sterne[6], die sich zur Mitte konzentrieren und teilweise in Reihen angeordnet sind.

Finder Chart for M38 (credit:- freestarcharts)

M39 / NGC7092

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Schwan
Kulmination: 04. September
Alter: 250 Millionen Jahre
Entfernung: 800 Lichtjahre
Durchmesser: 7,2 Lichtjahre
Helligkeit: +5,5 mag
Nächstes Objekt: M29

Aufnahmeort: Schauinsland
Aufnahmedatum: 14.10.2021
Teleskop: Explore Scientific Apo 127/952 f7.5
Kamera: Zwo ASI 2600 mcpro color
Filter: kein
Belichtungszeit: 180min
Bearbeitet mit: APP

Messier 39 (auch als NGC 7092 bezeichnet) ist ein +4,6 mag heller, 80 Sterne umfassender offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 32 im Sternbild Schwan. Er befindet sich in rund 1000 Lichtjahren Entfernung, sein Durchmesser beträgt etwa neun Lichtjahre. Er gehört zur mittleren Altersgruppe (Schätzungen liegen zwischen 230 und 300 Millionen Jahre), was sich anhand der Spektraltypen der hellsten Haufensterne von A2 bis B9 ablesen lässt. Diese Sterne haben etwa die doppelte Masse der Sonne und sind bis zu 80-mal leuchtkräftiger. Dadurch verbrauchen sie ihren Wasserstoff wesentlich schneller. Mit Computersimulationen lässt sich so auf das Haufenalter schließen[4].

Finder Chart for M39 (credit:- freestarcharts)

M40/ Winnecke 4

Typ: Doppelstern
Sternbild: Großer Bär
Kulmination: 18. April
Alter: Jahre
Entfernung: 510 Lichtjahre
Durchmesser: Lichtjahre
Helligkeit: +9,0 mag
Nächstes Objekt: M109

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 27-04-2022
Teleskop: RASA 11
Kamera: ASI 6200 mcpro color
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 5 (single frame)
Bearbeitet mit: APP

Winnecke 4 (kurz: WNC 4) ist ein optischer Doppelstern im Großen Bären, bestehend aus einem Stern der Helligkeit +9,7 mag und einem Stern der Helligkeit +10,1 mag. Dieser in einem lichtstarken Feldstecher auflösbare Doppelstern wurde von Charles Messier 1764 entdeckt, fälschlicherweise für einen Nebelfleck gehalten und erhielt so die Bezeichnung M40.
Der Winkelabstand zwischen beiden Sternen beträgt ca. 50 Bogensekunden, wobei sich der weniger helle in einem Positionswinkel von 83 Grad bezüglich des helleren befindet. Die Bezeichnung Winnecke 4 ergibt sich durch die Doppelsternmessungen von Winnecke. Vor den Messungen von Gaia waren alle Versuche gescheitert, die Bewegungs- und Entfernungsdaten genau zu bestimmen; die Entfernung wurde auf 170 ± 70 pc geschätzt. Die gravitative Koppelung war fraglich und somit unklar, ob es sich bei dem Objekt um einen echten Doppelstern handelt. Eine etwaige Periode hätte mindestens 232.000 Jahre dauern müssen und der Abstand wäre mindestens 5000 AE gewesen, weshalb die Koppelung immer als unwahrscheinlich galt.[2] Kombinierte astrometrische Lösungen der Hipparcos– und Gaia-Satelliten ergeben Parallaxen, die Entfernungsabschätzungen von 350 ± 30 pc bzw. 140 ± 5 pc entsprechen. Damit ist Messier 40 kein physischer Doppelstern, sondern besteht aus zwei vollkommen unabhängigen Sternen,[3] mit Gaia DR2 wurden die Entfernungsangaben abermals präziser mit 317 ± 3[4] für HD 238107 resp. 146 ± 1[5] pc für HD 238108.

Finder Chart for M40 (credit:- freestarcharts)

M41/ NGC2287 / Little Beehive Cluster / Kleiner Bienenkorb

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Großer Hund
Kulmination: 22. Januar
Alter: 215 Millionen Jahre
Entfernung: 2300 Lichtjahre
Durchmesser: 25 Lichtjahre
Helligkeit: +4,5 mag
Nächstes Objekt: M46,M47

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 41 (auch als NGC 2287 bezeichnet, im Englischen auch „Little Beehive“ für „Kleiner Bienenkorb“[4]) ist ein 4,5 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 38′ im Sternbild Großer Hund. Er befindet sich für Beobachter in den nördlichen Breiten der Erde auf dem Meridian 4° unterhalb des Sirius, der der hellste Fixstern des Himmels ist. Der Messier 41 (M 41) ist unter den entfernteren Sternhaufen am Winterhimmel einer der hellsten und wurde daher trotz seiner südlichen Deklination (−20,7°) schon 1654 genau beschrieben. Möglicherweise kannte ihn schon Aristoteles um 325 v. Chr. Die etwa 100 Sterne sind etwa 2300 Lichtjahre entfernt und verteilen sich über ~25 Lichtjahre. Der hellste unter ihnen (6,9 mag) ist ein Roter Riese mit 700-facher Sonnenleuchtkraft. Die heliozentrische radiale Relativgeschwindigkeit des Haufens beträgt etwa +23 km/s. Er ist rund 200 Millionen Jahre alt.

M42 / NGC1976 / Orionnebel M43 / NGC1982

Typ: Emissionsnebel
Sternbild: Orion
Kulmination: 04. Januar
Alter: 3 Millionen Jahre
Entfernung: 1340 Lichtjahre
Durchmesser: 24 Lichtjahre
Helligkeit: +4,0 mag
Nächstes Objekt: M43

Aufnahmedatum: 28-02-2022      
Teleskop: Omegon 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 125min
Bearbeitet mit: APP

Der Orionnebel (Katalogbezeichnung M 42 oder NGC 1976) ist ein Emissionsnebel im Sternbild Orion. Durch die große scheinbare Helligkeit seines Zentrums oberhalb der 4. Magnitude ist der Nebel mit bloßem Auge als Teil des Schwertes des Orions südlich der drei Sterne des Oriongürtels gut sichtbar.[2] Er besitzt eine Winkelausdehnung von etwa einem Grad. Der Orionnebel ist ein Teilgebiet der interstellaren Molekülwolke OMC-1 im Orion-Molekülwolkenkomplex. Er besteht überwiegend aus Wasserstoff. In dem Nebel entstehen Sterne, deren ionisierende Strahlung den Nebel im sichtbaren Bereich leuchten lässt. Er wird daher auch als H-II-Gebiet klassifiziert.[8] Mit einer Entfernung von etwa 414 Parsec[3] (1350 Lichtjahre) ist er in der galaktischen Nachbarschaft eines der aktivsten Sternentstehungsgebiete, weshalb er ein bevorzugtes Untersuchungsobjekt zur Erforschung der Sternentstehung ist. Er wird sich voraussichtlich zu einem den Plejaden ähnlichen, offenen Sternhaufen entwickeln.[9] Die Hauptionisationsquelle des Orionnebels ist der Stern θ¹ Orionis C1, der mit mehr als 200.000-facher Leuchtkraft der Sonne zugleich einer der leuchtkräftigsten bekannten Sterne ist. Der unmittelbar benachbarte und ähnlich beschaffene De Mairans Nebel besitzt dagegen eine andere ionisierende Quelle und ist daher nicht Teil des Orionnebels. Obwohl der Orionnebel unter guten Bedingungen als einziger Emissionsnebel mit bloßem Auge sichtbar ist,[10][11] blieb die besondere Gestalt vor dem 17. Jahrhundert in europäischen, arabischen und chinesischen Schriften unerwähnt:[12][13][14] Der rund 2000 Jahre alte Almagest,[15] al-Sūfīs Buch der Fixsterne[16] und die neuzeitliche Uranometria notieren den Orionnebel lediglich als einen Stern der Magnitude 3 bis 4. Nachdem mit den ersten Fernrohren detaillierte Beobachtungen möglich geworden waren, entwickelte sich der Orionnebel aufgrund seiner Nähe zu einem der besterforschten Sternentstehungsgebiete.[17][18] Der Orionnebel hat auch außerhalb der Astronomie Bekanntheit erlangt. Das spiegelt sich vor allem in Mythen, in der Literatur, in Filmen und auch in Videospielen wider. Beispielsweise gilt er als Teil einer Sternkonstellation in der Kultur des mesoamerikanischen Volks der Maya als Abbild des Rauchs einer Feuerstelle[80][81] oder wird von ihnen durch eine Fackel symbolisiert.[82] Als eigenständiges Objekt stellt der Orionnebel in Werken der Science-Fiction mitunter einen signifikanten Teil der Handlungsgeschichte dar,[83] wie im Computerspiel Elite: Dangerous, in dessen Verlauf ein virtuelles Abbild des Nebels vom Spieler sogar besucht werden kann. In Pop- und Alltagskultur hat der Orionnebel ebenfalls Einzug gehalten. Dazu zählen das musikalische und graphische Schaffen verschiedener Künstler, aber auch Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops auf Postern, Puzzles, T-Shirts und anderen Alltagsgegenständen.[84] In Japan und in Ungarn wurden im Jahr 2018 Briefmarkenblöcke mit dem Orionnebel als Motiv herausgegeben.[85][86] In Enzyklopädien findet er bereits in einem Anfang des 19. Jahrhunderts erschienenen Band der Oeconomische Encyclopädie Erwähnung;[87] Meyers Lexikon aus dem Jahr 1908 zeigt halbseitig eine Fotografie des Nebels.[88]

Finder Chart for M42 (credit:- freestarcharts)

M43 / De Mairans-Nebel

Typ: Emissionsnebel
Sternbild: Orion
Kulmination: 04. Januar
Alter: 3 Millionen Jahre
Entfernung: 1340 Lichtjahre
Durchmesser: 24 Lichtjahre
Helligkeit: +4,0 mag
Nächstes Objekt: M43
Aufnahmedatum: 28-02-2022       
Teleskop: Omegon 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 125min
Bearbeitet mit: APP

Messier 43 (auch als NGC 1982 oder De Mairans Nebel bezeichnet) ist ein Gasnebel im Sternbild Orion mit einer Helligkeit von +9,00 mag, der an den Orionnebel angrenzt. Der Nebel hat eine Winkelausdehnung von 20.0′ × 15.0′ nördlich von Messier 42 (Orionnebel).

Der Nebel wurde erstmals 1731 vom Franzosen Jean Jacques d’Ortous de Mairan dokumentiert. Charles Messier gab dem Nebel bei seiner Verzeichnung des Orionnebels eine eigene Katalognummer.[4]

Der Emissionsnebel umgibt den veränderlichen Stern NU Orionis (HD 37061) und wird von diesem zum Leuchten angeregt. Die Gaswolke ist wie der Orionnebel eine HII-Region.

Finder Chart for M43 (credit:- freestarcharts)

M44 / NGC2632 / Prasepe / Beehive / Bienenkorb

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Krebs
Kulmination: 20. Februar
Alter: 650 Millionen Jahre
Entfernung: 577 Lichtjahre
Durchmesser: 16 Lichtjahre
Helligkeit: +3,7 mag
Nächstes Objekt: M67

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 08-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 75min
Bearbeitet mit: APP

Messier 44, M44 oder Praesepe (lateinisch für Krippe, im Englischen auch „Beehive“ für „Bienenkorb“[3]) wird in der Astronomie ein Offener Sternhaufen genannt, der am abendlichen Winter- und Frühlingshimmel schon freiäugig als Nebelfleckchen zu sehen ist. Die himmlische Futterkrippe – eine Art Schimmer zwischen zwei Sternen im Sternbild Krebs – diente einst auch zur kurzfristigen Wetterprognose, weil sie bei Cirrus-Bewölkung unsichtbar wird. Dieser Sternhaufen ist nach den Plejaden der zweithellste Sternhaufen des Messier-Katalogs und fällt an seiner Position auf, weil es im Krebs keine helleren Sterne als 4. Größenklasse gibt. Der Sternhaufen der relativ nahen Hyaden ist zwar noch heller, kann aber mit seinen scheinbar weit verteilten Sternen nicht unmittelbar als Sternhaufen erkannt werden.

 
Der Sternhaufen Praesepe hat einen deutlich größeren scheinbaren Durchmesser als der Mond. Die Ekliptik verläuft entlang der roten Linie. Am 14. September 2020 standen Mond und Venus in Konjunktion bei Praesepe. Der abnehmende Mond (oben links) befand sich nördlich und die Venus (halb rechts unten) südlich der Ekliptik.Praesepe liegt etwas westlich der gedachten Verbindungslinie der zwei Sterne γ Cancri und δ Cancri, die auch Asellus Borealis und Asellus Australis genannt werden (nördlicher und südlicher Esel), und dient den zwei Lasttieren der griechischen Mythologie als Futterkrippe. Praesepe enthält über 300 Sterne in den Größenklassen zwischen 6 mag und 12 mag. Die Sterne sind physikalisch und dynamisch den Sternen der Hyaden sehr ähnlich, so dass ein gemeinsamer Ursprung beider Haufen nahe liegt. Beide enthalten Hauptreihensterne vom Spektraltyp A und kühler, wodurch das Alter auf etwa 600 Millionen Jahre geschätzt werden kann.[4] Die Entfernung von Praesepe, die vom Weltraumteleskop Hipparcos auf 182 Parsec bestimmt wurde,[5] ist etwas größer als der Abstand der Hyaden. Die massereichsten Sterne von Praesepe befinden sich im Zentrum des Haufens, der einen Durchmesser von etwa 11 Lichtjahren hat. Die insgesamt über 1000 Sterne, die gravitativ an den Haufen gebunden sind, besitzen eine Gesamtmasse von etwa 500 bis 600 Sonnenmassen.[6] Da Praesepe nur geringfügig nördlich der Ekliptik liegt, ziehen immer wieder der Mond und die Planeten nahe an diesem Haufen vorbei oder sogar durch ihn hindurch. Im Herbst des Jahres 2011 zog beispielsweise der Planet Mars durch den Haufen hindurch.
Finder Chart for M44 (credit:- freestarcharts)

M45 / Plejaden

Typ: Offener Sternhaufen mit Reflexionsnebel
Sternbild: Plejaden
Kulmination: 08. Dezember
Alter: 115 Millionen Jahre
Entfernung: 425 Lichtjahre
Durchmesser: 90 Lichtjahre
Helligkeit: +1,6 mag
Nächstes Objekt: M34, M72

Aufnahmeort: Schauinsland
Aufnahmedatum: 14.10.2021
Teleskop: Explore Scientific Apo 127/952 f7.5
Kamera: Zwo ASI 2600 mcpro color
Filter: UVIR-Cut
Belichtungszeit: 180min
Bearbeitet mit: APP

Die Plejaden (auch Atlantiden, Atlantiaden, Siebengestirn, Taube,[4] Sieben Schwestern, Gluckhenne[5]) sind ein offener Sternhaufen, der mit bloßem Auge gesehen werden kann. Im Messier-Katalog hat er die Bezeichnung M45. Sie sind Teil unserer Galaxie, der Milchstraße. Ihren Namen erhielten sie von den Plejaden der griechischen Mythologie. Die hellsten Sterne sind ebenfalls nach einzelnen Plejaden oder ihren Eltern benannt. Der Sternhaufen liegt knapp 140 Parsec entfernt im Sternbild Stier, umfasst mindestens 400 Sterne mit einer Gesamtmasse von mindestens 760 Sonnenmassen und ist etwa 125 Millionen Jahre alt.[6] Die Zahl der Sterne kann auch deutlich höher liegen und wird bisweilen bei über 1000 angenommen, da einerseits enge Doppelsternsysteme bei der Angabe nicht mit einbezogen werden und viele sehr lichtschwache Sterne durch Staub- und Gaswolken verdeckt sein können und so nicht detektiert wurden.[6] Da die Plejaden bereits lange vor Erfindung des Teleskops als Sterngruppe bekannt waren, werden traditionell auch oft nur die hellsten Hauptsterne als Plejaden bezeichnet. In manchen Kulturen und historischen Darstellungen werden nur sechs Sterne zu den Plejaden gerechnet. Der Grund dafür ist Pleione, der ein veränderlicher Stern ist. Seine scheinbare Helligkeit schwankt langsam, aber unregelmäßig zwischen der von Taygeta und Celaeno, so dass Pleione manchmal erst dann gesehen wird, wenn Celaeno auch schon erkannt werden kann. Mit bloßem Auge sind daher, je nach Sichtbedingungen, sechs bis neun Sterne zu erkennen. Der Sehungsbogen ist bei klarem Himmel mit 14,5° bis 15,5° anzusetzen; bei trüber Witterung mit 19,5° bis 20,5°. Der heliakische Aufgang ist bei guten Sichtbedingungen ab einer Horizonthöhe von 6° bis 7° beobachtbar; die Sonne befindet sich zu diesem Zeitpunkt etwa 9° unter dem Horizont. Die Plejaden galten in vielen Kulturen als besondere Sternformation. So wird z. B. eine Gruppe sechs gezeichneter Punkte in den Höhlen von Lascaux als Darstellung der Plejaden gedeutet. Ein bedeutendes, vermutlich der Astronomie dienendes Objekt aus Mitteleuropa ist die Himmelsscheibe von Nebra. Eine Gruppe von sieben eng beieinander liegenden Punkten wird mit den Plejaden identifiziert.[11] Das Siebengestirn wurde erstmals in Sumer schriftlich als Sternbild erwähnt (mul.mul)[12] und als Siebengottheit der großen Götter bezeichnet. Schon in präislamischer Zeit sahen die Araber die Plejaden als zentralen Asterismus des Sternbilds Thurayya. In der Bibel werden die Plejaden in den Büchern Hiob (Hi 9,9 EU; 38,31 EU) und Amos (Am 5,8 EU) erwähnt: „Knüpfst du die Bänder des Siebengestirns, oder löst du die Fesseln des Orion?“ (Hi 38,31 ELB). Im biblischen Mythos werden die Plejaden als Taube symbolisiert, welche als Frühlingsgestirn die Wiederaufweckung der Natur ankündigen. Sie galten als Sterne des Enki oder Sterne, die dort stehen, woher der Ostwind kommt. Im Astrolab B, das aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. stammt, repräsentieren die Plejaden das zweite Tierkreiszeichen Stier. Als bildliches Glyptik-Symbol und Darstellung als Siebengottheit finden sich die Anfänge bei den Assyrern in der Zeit vom 15. zum 14. Jahrhundert v. u. Z., der Mitanni-Zeit. Häufig zierten die Plejaden assyrische Denkmäler und wurden in prophetischen Texten angerufen. In Babylonien spielte das Siebengestirn eine mehr untergeordnete Rolle und wurde daher kaum bildlich dargestellt. Die Babylonier sahen in ihm die magische Zahl vierzig, da die Plejaden für 40 Tage von der Sonne verdeckt wurden. Die hellsten Sterne sind nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt, dem Titanen Atlas (daher der andere Name), seiner Frau Pleione sowie ihren sieben Töchtern Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maia, Merope und Taygete. Die Plejaden, die als Nymphen einzuordnen sind, erzogen Dionysos und Zeus. Der Mythologie nach wurden sie von Orion verfolgt. Zeus versetzte sie als Sternbild an den Himmel, doch auch dort werden sie noch immer von Orion verfolgt, dessen Sternbild sich etwa 30° südöstlich der Plejaden befindet.

 
Symbol der Plejaden (1533)

In Japan sieht man die sechs hellsten Sterne der Plejaden als das Sternbild Subaru an, wovon der Name und das Markenzeichen der japanischen Automobilmarke Subaru abgeleitet ist. In der arabischen Literatur werden die Plejaden الثريا ath-Thurayya genannt. Der Name wurde auch zu einem weiblichen Vornamen im türkischen (als Surayya) und im arabischen Sprachraum (z. B. Soraya Obaid). Es ist auch der Name des Satellitentelefonsystems Thuraya, das seinen Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat. Ein 1891 in Allach bei München gefundenes keltisches Eisenschwert aus dem dritten Jahrhundert vor Christus ist mit goldenen Tauschierungen ausgeführt, die die Plejaden zeigen.[13] Für die Beduinen signalisiert der Aufgang der Plejaden den Sommer und der Untergang den Winter: „Die Plejaden gehen auf über dürrer Getreidegarbe und unter, wenn das Tal zum Bach wird.“ Das entspricht der jüdischen Anschauung: „Die Welt kann wegen der Kälte der Plejaden nur deshalb bestehen, weil der Sirius mit seiner Hitze für Ausgleich sorgt.“ Die Griechen und Römer (lateinisch Vergiliae) betrachteten den Frühuntergang des Siebengestirns Anfang November als das Zeichen der Feldbestellung und das Ende der Schifffahrt. Mit dem Frühaufgang um den damaligen 20. Mai galten die Plejaden als Signalgeber für die beginnende Ernte (siehe auch Gezer-Kalender). Flavius Josephus erwähnt, dass beim Niedergang des Siebengestirns um die Zeit des Laubhüttenfestes im November der einsetzende Regen dem Wassermangel ein Ende macht. Die Massai in Afrika benutzen die Plejaden in der heutigen Zeit als Regenzeitsignalgestirn. Die von Gladys Dickson herausgegebene arabische Astrologie nennt den 20. Mai für den Frühauf- und den 17. November für den Frühuntergang (siehe auch: Heliakisch); in der alten griechischen Tradition erwähnt die Geoponica (Kap. 1) die entsprechenden Daten für den 10. Juni und 4. November. Für die Blackfoot-Indianer Nordamerikas war das Sternbild der Plejaden von entscheidender Bedeutung. Die Blackfoot waren nomadische Jäger und Sammler. Sie wohnten in kleinen Gruppen in Tipis aus Bisonfellen. Zu Jagdzügen schlossen sich manchmal einige Gruppen oder gar ein gesamter Unterstamm zusammen. Der Stand der Plejaden zu Beginn der Trockenzeit war das Startsignal für eine aufwendige Treibjagd der riesigen Bisonherden. Sind dann die Plejaden am Sternenhimmel Ende April verschwunden, sind auch die Bisons verschwunden.[14 Bei mehreren jungsteinzeitlichen Kreisgrabenanlagen in Niederösterreich liegt eines der 4–6 Eingangstore in Richtung des Frühaufgangs der Plejaden. Heliakischer Aufgang wird der Zeitpunkt bzw. die Richtung genannt, in der ein Gestirn erstmals in der Morgendämmerung sichtbar wird, nachdem es einige Monate lang – von der Sonne überstrahlt – unsichtbar war. Einige Jahrtausende vor der Zeitenwende war dieser Frühaufgang der Plejaden zum astronomischen Frühlingsbeginn Ende März und diente wahrscheinlich als Hinweis, mit der Aussaat zu beginnen. Dass dieses Sternwölkchen und nicht ein leichter zu beobachtender heller Stern dazu benützt wurde, deutet auf die besondere Bedeutung der Plejaden für manche Kulturkreise hin, wie es auch die Himmelsscheibe von Nebra nahelegt.[15] In pazifischen Kulturen bestimmt der Aufgang der Pleiaden das Neujahrsfest. In Neuseeland ist Matariki eines der wichtigsten Feste der Māori. Auf der Inselwelt Französisch-Polynesien feiert man einmal jährlich das Plejadenfest. Es ist eine Art Neujahrsfest, ein Fest der Fülle und des Wandels.[16]

Finder Chart for M45 (credit:- freestarcharts)

M46/ NGC2437

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Achterdeck
Kulmination: 05. Februar
Alter: 300 Millionen Jahre
Entfernung: 5400 Lichtjahre
Durchmesser: 30 Lichtjahre
Helligkeit: +6,1 mag
Nächstes Objekt: M47

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 46 (auch als NGC 2437 bezeichnet) ist ein +6,1 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 27′ im Sternbild Puppis. Der Sternenhaufen ist etwa 5400 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über ein Gebiet von 30 Lichtjahren. Die Sterne im Haufen sind ungefähr 300 Millionen Jahre alt. Im Vordergrund von M46 liegt der planetarische Nebel NGC 2438, der allerdings nicht zum Sternenhaufen gehört und nur 3000 Lichtjahre entfernt liegt.[4]

Finder Chart for M46 (credit:- freestarcharts)

M47/ NGC2422

Typ: Offener Stenrhaufen
Sternbild: Achterdeck
Kulmination: 04. Februar
Alter: 78 Millionen Jahre
Entfernung: 1600 Lichtjahre
Durchmesser: 12 Lichtjahre
Helligkeit: +4,3 mag
Nächstes Objekt: M46, M48

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 47 (auch als NGC 2422 = NGC 2478 bezeichnet) ist ein 4,4 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 30′ im Sternbild Puppis. Der Haufen ist ungefähr 1600 Lichtjahre entfernt und seine 50 Sterne erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 10 Lichtjahren. M47 ist rund 80 Millionen Jahre alt.

Finder Chart for M47 (credit:- freestarcharts)

M48/ NGC2548

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Wasserschlange
Kulmination: 14. Februar
Alter: 300 Millionen Jahre
Entfernung: 1500 Lichtjahre
Durchmesser: 24 Lichtjahre
Helligkeit: +5,5 mag
Nächstes Objekt: M47

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 48 (auch als NGC 2548 bezeichnet) ist ein +5,8 mag heller, unter guten atmosphärischen Bedingungen mit freiem Auge sichtbarer offener Sternhaufen. Die Winkelausdehnung des im Sternbild Wasserschlange zu findenden Objektes beträgt 54′. Das Alter des Sternhaufens wird auf 300 Millionen Jahre geschätzt.

Finder Chart for M48 (credit:- freestarcharts)

M49/ NGC4472

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 19. April
Alter: 10 Milliarden Jahre
Entfernung: 58 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 170000Lichtjahre
Helligkeit: +8,4 mag
Nächstes Objekt: M58, M60, M87

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 18-04-2022  
Teleskop: Newton 250/1500
Kamera: ASI 2600mmpro
Filter: Luminanz, H-Alpha
Belichtungszeit: 100min
Bearbeitet mit: APP

Messier 49 (auch als NGC 4472 bezeichnet) ist eine 8,3 mag helle elliptische Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 10,2′ × 8,3′ im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. Gemeinsam mit der irregulären Galaxie UGC 7636 bildet diese einen Eintrag im Arp-Katalog (Arp 134). Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Elliptischer Galaxien mit nahen Fragmenten (Arp-Katalog).

Messier 49 war die erste Galaxie des Virgo-Galaxienhaufens, die gefunden wurde. Entdeckt wurde sie am 19. Februar 1771 vom französischen Astronomen Charles Messier. M49 ist zudem das hellste Mitglied dieses Galaxienhaufens, der etwa 41 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Genau wie die beiden Galaxien M60 und M87, die auch Mitglieder dieses Haufens sind, ist M49 eine elliptische Riesengalaxie, die einen hellen kompakten Kern und einen weit ausgedehnten diffusen Halo besitzt. In der Hubble-Sequenz wird dieser Galaxie der Typ E2 gegeben. Sie ist die Hauptgalaxie der südlichen Untergruppe Haufen B des Virgo-Haufens.

Die Galaxie besitzt ein System von Kugelsternhaufen, das allerdings mit etwa 7000 Mitgliedern weit weniger groß ist als das Kugelsternhaufensystem von M87. Wie vom Satelliten XMM-Newton festgestellt wurde, sendet einer der hellsten dieser Kugelsternhaufen starke Röntgenstrahlen aus. Wissenschaftler vermuten, dass die Quelle ein Schwarzes Loch im Zentrum des Kugelsternhaufens ist.[4]

Finder Chart for M49 (credit:- freestarcharts)

M50/ NGC2323

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Einhorn
Kulmination: 26. Januar
Alter: 78 Millionen Jahre
Entfernung: 3200 Lichtjahre
Durchmesser: 20 Lichtjahre
Helligkeit: +5,9 mag
Nächstes Objekt: M47

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 50 (auch als NGC 2323 bezeichnet) ist ein +5,9 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 16′ im Sternbild Einhorn. Seine Entfernung zum Sonnensystem beträgt etwa 3000 Lichtjahre, die Gesamtmasse wird auf rund 1000 Sonnenmassen geschätzt. M50 zählt mit seinem Alter von höchstens 140 Millionen Jahren zu den jüngeren galaktischen Sternhaufen der Milchstraße. Entdeckt wurde Messier 50 im Jahr 1711 von dem Astronomen Giovanni Domenico Cassini. Am 5. April 1772 beobachtete der französische Astronom Charles Messier diesen offenen Sternhaufen und fügte diesen seinem Katalog hinzu.[4]

Eine 2012 veröffentlichte, foto- und astrometrisch tief reichende Studie von Forschern des Pulkowo-Observatoriums, basierend auf Astrografenplatten, findet eine Anzahl von 508 Haufenmitgliedern.[5]

Finder Chart for M50 (credit:- freestarcharts)

M51 / NGC5194-5 / Arp 85 / Whirlpoolgalaxis

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Jagdhunde
Kulmination: 05. Mai
Alter: 400 Millionen Jahre
Entfernung: 23 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 75000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,4 mag
Nächstes Objekt: M63, M101

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum:  11-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 116min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum:  19-04-2022      
Teleskop: RASA11
Kamera: ZWO ASI 2600mcpro
Filter: Idas NBZ
Belichtungszeit: 100min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum:  04&05-06-2022      
Teleskop: EdgeHD 1100
Kamera: ZWO ASI 62000mcpro apsc
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 120min
Bearbeitet mit: APP

Die Whirlpool-Galaxie (auch als Strudelgalaxie, Strudelnebel, Messier 51 oder NGC 5194/5195 bezeichnet) ist eine große Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde. Sie ist vom Hubble-Typ Sc, das heißt mit deutlich ausgeprägter Spiralstruktur. M 51 hat eine scheinbare Helligkeit von 8,4 mag und eine Winkelausdehnung von 11,2′ × 6,9′. Die Entfernung von unserer Milchstraße beträgt etwa 25 Millionen Lichtjahre, doch gibt es auch davon abweichende Ergebnisse zwischen 15 und 37 Millionen Lichtjahren. M 51 hat einen nahen, wechselwirkenden Begleiter. Im NGC trägt er die Nummer NGC 5195 (M 51 selbst hat die Nummer NGC 5194). Die Begleitgalaxie ist von irregulärem Typ, hat eine Winkelausdehnung von 5,9′ × 4,6′ und eine Helligkeit von 9,6 mag.[6] Der Kern des Begleiters hat aber fast die gleiche Flächenhelligkeit wie M 51, sodass beide in kleinen Teleskopen kaum unterscheidbar sind. Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Spiralgalaxien mit einem großen Begleiter hoher Flächenhelligkeit auf einem Arm (Arp-Katalog). In M 51 findet derzeit eine außergewöhnlich aktive Sternentstehung statt, die vermutlich durch die Gezeitenwechselwirkung mit NGC 5195 verursacht wird. Deswegen hat die Galaxie einen hohen Anteil junger und massereicher Sterne, die aber mit einigen Millionen Jahren nur vergleichsweise kurzlebig sein werden. In M 51 wurden innerhalb von 17 Jahren drei Supernovae beobachtet: SN 1994I im April 1994, SN 2005cs im Juni 2005 und SN 2011dh im Mai/Juni 2011. Zwei Supernovae markierten das Ende solcher massereichen Sterne als Explosionen vom Typ Ic und vom Typ II. M 51 ist auch interessant, weil sie eine der nächsten Galaxien mit aktivem galaktischen Kern ist, eine Seyfert-Galaxie vom Typ II. In ihrem Zentrum verbirgt sich ein supermassereiches Schwarzes Loch. Die Galaxie wurde aufgrund ihrer Helligkeit und der Vielzahl der interessanten Phänomene mit verschiedenen Methoden eingehend untersucht. Im Röntgenbereich kann man deutlich die Begleitgalaxie sehen, wogegen von M 51 selbst nur der Kern ebenso hell ist. Dafür sind verschiedene Mechanismen verantwortlich. Der Kern von M 51 ist hell, weil in ihm als aktivem galaktischen Kern zahlreiche Kollisionen zwischen Gasen stattfinden, etwa Sternwinden, expandierenden Supernovaüberresten und der Akkretion der Materie in das zentrale Schwarze Loch. Die Röntgenstrahlung des Begleiters dagegen stammt wohl von den Koronae der zahlreichen Sterne vom Spektraltyp der Sonne und späteren Spektraltypen. Der ultraviolette Spektralbereich wird dagegen von den Spiralarmen von M 51 dominiert. Das liegt daran, dass dort aktive Sternentstehungsgebiete liegen und somit viele junge Sterne früher Typen, also besonders heiße Sterne, existieren, die im Ultraviolett stark strahlen. Das Sternentstehungsgebiet im Spiralarm zwischen M 51 und dem Begleiter ist besonders deutlich zu sehen. Die Sterne der Begleitgalaxie sind in diesem Spektralbereich dagegen so gut wie unsichtbar. Im sichtbaren Licht sind die Beiträge der verschiedenen Sterne ausgewogen, man erkennt aber auch hier an der eher rötlichen Farbe des Begleiters, dass dort kaum frühe Spektraltypen existieren. Die Gasnebel, normalerweise H-II-Gebiete, die vom rosa Licht der Wasserstofflinien Hα bis Hδ dominiert werden, sind im Kontrast deutlich verstärkt, sie wären für das Auge nicht so hervorstechend. Diese Nebel stimmen sehr gut mit den helleren Ultraviolettgebieten überein, was daran liegt, dass die Wasserstofflinien der Balmer-Serie leuchten, weil die Nebel durch das ultraviolette Licht der jungen Sterne zum Leuchten angeregt werden. Im nahen Infrarot ist dagegen die Verteilung der Sterne späterer Spektraltypen zu sehen, die nur wenige 1000 Kelvin heiß sind. Sie sind einzeln zwar nicht so hell wie die Sterne früherer Typen, aber sehr viel zahlreicher vertreten. Im mittleren Infrarot ist schließlich die Verteilung des interstellaren Staubes in der galaktischen Scheibe bei verschiedenen Temperaturen von wenigen hundert Kelvin zu sehen. So erscheint zum Beispiel das Staubband im Spiralarm links unten, das das sichtbare Licht absorbiert, dunkel vor dem Spiralarm, während es im mittleren Infrarot selbst leuchtet. Das dort gelegene kleine Sternentstehungsgebiet, deutlich sichtbar im Ultaviolett und im Visuellen am Nebel, zeichnet sich auch im Staub als etwas wärmer als die Umgebung ab. Im Radiobereich, der hier nicht abgebildet ist, bestimmen dann wieder Gaswolken das Bild, allerdings solche mit neutralem Gas und Molekülen, wobei die Strahlung unterschiedlicher Emissionslinien ebenfalls stark unterschiedlich verteilt ist, und dadurch Rückschlüsse auf Temperatur und Dichte des Gases erlaubt. Außerdem tritt dort der aktive Kern deutlich hervor. Der Begleiter ist im Radioband wiederum deutlich dunkler als M 51 selbst, da Radiostrahlung kaum von den dort vorkommenden Sternen späten Typs, abgesehen vom Wind einzelner AGB-Sterne, oder dem Staub emittiert wird.Die helle Region umgibt den aktiven Kern der Galaxie. Auf den Bildern der ganzen Galaxie oben ist diese Region nur wenige Pixel groß im Zentrum der Spirale. Bei einer Distanz von 30 Millionen Lichtjahren hat diese Region einen Durchmesser von etwa 120 Lichtjahren. Das auf dem Bild zu sehende dunkle Band ist ein Torus aus Staub, den wir fast genau von der Seite betrachten. Auf immer besseren Bildern wurde schließlich ein heller Kern unmittelbar neben dem dunklen Band sichtbar. Man vermutete den Kern ursprünglich hinter dem Torus, nimmt aber heute an, mit diesem Punkt den eigentlichen Kern lokalisiert zu haben. Dieser Punkt, der einen Durchmesser von weniger als 5 Lichtjahren hat, hat etwa eine Million Sonnenleuchtkräfte, das gesamte Zentrum etwa hundert Millionen. Einige hundert Lichtjahre vom Kern entfernt, außerhalb des Bildes, befindet sich eine Sternentstehungsregion, die in einer solchen Nähe zum Kern unüblich ist und auch auf den Einfluss des Begleiters zurückgeführt wird. 

Finder Chart for M51 (credit:- freestarcharts)

M52/ NGC7654 Salz und Pfefferhaufen

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Kassiopeia
Kulmination: 03. Oktober
Alter: 35 Millionen Jahre
Entfernung: 7000 Lichtjahre
Durchmesser: 26,5 Lichtjahre
Helligkeit: +7,2 mag
Nächstes Objekt: M76
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 25-04-2022    
Teleskop: Askar Fra 500
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: L-extreme
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

Messier 52 (auch als NGC 7654 bezeichnet) ist ein +7,3 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 13′ im Sternbild Kassiopeia. Er befindet sich in einer Entfernung von rund 4600 Lichtjahren zur Sonne, sein Alter wird auf 60 Millionen Jahre geschätzt, womit dieses Objekt zu den jüngeren Haufen seiner Art gehört. Insgesamt umfasst er an die 1000 Sonnenmassen und mehr als 600 Sterne.[4]  Der Trivialname dieses Sternhaufens lautet Kassiopeia Salz und Pfeffer.[5]

Finder Chart for M52 (credit:- freestarcharts)

M53/ NGC5024

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 30. April
Alter: 12,67 Milliarden Jahre
Entfernung: 60000 Lichtjahre
Durchmesser: 210 Lichtjahre
Helligkeit: +8,0 mag
Nächstes Objekt: M64

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 21.04.2022
Teleskop: Newton 150/1200
Kamera: ASI 294mcpro
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 95
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 04&05-06-2022
Teleskop: Askar 500 Reducer 0.7
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 95
Bearbeitet mit: APP

Messier 53 (auch als NGC 5024 bezeichnet) ist ein galaktischer Kugelsternhaufen im Sternbild Coma Berenices mit einer scheinbaren Abmessung von 13′ und einer scheinbaren Helligkeit von 7,7 mag. Durch Analyse der RR-Lyrae-Veränderlichen in M53 wurde eine Entfernung von rund 18 kpc (ca. 60 kLj) bestimmt, sein Durchmesser beträgt rund 200 Lichtjahre.[7]

Finder Chart for M53 (credit:- freestarcharts)

M54/ NGC6715

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 26. Juli
Alter: 13 Milliarden Jahre
Entfernung: 87400 Lichtjahre
Durchmesser: 306 Lichtjahre
Helligkeit: +7,9 mag
Nächstes Objekt: M22

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 54 (auch als NGC 6715 bezeichnet) ist ein 8,4 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 9,1′ im Sternbild Schütze, südlich des Sterns Sigma Sagittarii. M 54 ist in Mitteleuropa wegen seiner südlichen Position nicht leicht zu beobachten. Der Kugelsternhaufen hat besondere Beachtung gewonnen, seit bekannt ist, dass er nicht zum Kugelsternhaufensystem der Milchstraße gehört, sondern mit der Sagittarius-Zwerggalaxie assoziiert ist. Da diese Galaxie, die nach der Canis-Major-Zwerggalaxie der nächste Nachbar unserer Milchstraße ist, erst 1993 entdeckt wurde, galt Messier 54 bis dahin als Kugelsternhaufen der Milchstraße. Zusammen mit Messier 79, der mit der Canis-Major-Zwerggalaxie assoziiert ist, ist er daher der am längsten bekannte außergalaktische Kugelsternhaufen.

Finder Chart for M54 (credit:- freestarcharts)

M55/ NGC6809

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 07. August
Alter: 12300 Millionen Jahre
Entfernung: 17600 Lichtjahre
Durchmesser: 94 Lichtjahre
Helligkeit: +6,7 mag
Nächstes Objekt: M54

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 55 (auch als NGC 6809 bezeichnet) ist ein 7,4 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 19′ im Sternbild Schütze. Sein Durchmesser beträgt rund 100 Lichtjahre und ist etwa 17.000 Lichtjahre von uns entfernt. Die 100.000 Sterne, aus denen Messier 55 besteht, kommen zusammen auf etwa 270.000 Sonnenmassen.[4] Besonders ist an diesen Sternen nicht nur, dass sie in einem vergleichsweise kleinen Volumen zusammengedrängt sind, sie zählen auch mit ihren rund zehn Milliarden Jahren zu den ältesten Sternen im Universum. Sie entstanden nahezu gleichzeitig aus einer Gaswolke in der Frühzeit unsere Milchstraße und bestehen hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Schwerere Elemente wie Sauerstoff und Stickstoff waren zu der Zeit wesentlich seltener als heute. Wegen seiner südlichen Position ist dieser Sternhaufen von Mitteleuropa aus schwer zu finden. Die ersten dokumentierten Beobachtungen dieses Himmelsobjekts stammen aus dem Jahr 1751 vom französischen Astronomen Nicolas Louis de Lacaille. Charles Messier übernahm den Sternhaufen 26 Jahre später in seinen Katalog[6][7].

Finder Chart for M55 (credit:- freestarcharts)

M56 / NGC 6779

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Leier
Kulmination: 01. August
Alter: 13,7 Milliarden Jahre
Entfernung: 32900 Lichtjahre
Durchmesser: 84 Lichtjahre
Helligkeit: +8,3 mag
Nächstes Objekt: M57

Aufnahmeort: Kühtai
Aufnahmedatum: 11.03.2022
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: Zwo ASI 2600
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 75min
Bearbeitet mit: APP

Messier 56 (auch als NGC 6779 bezeichnet) ist ein +8,27 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 8,8′ im Sternbild Leier.

Finder Chart for M56 (credit:- freestarcharts)

M57/ NGC6720 / Ringnebel

Typ: Planetarischer Nebel
Sternbild: Leier
Kulmination: 26. Juli
Alter: 20000 Jahre
Entfernung: 2300 Lichtjahre
Durchmesser: 1 Lichtjahr
Helligkeit: +8,8 mag
Nächstes Objekt: M56
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 20.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200 mcpro
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 105 min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 11-08-2022 
Teleskop: Askar 107PHQ
Kamera: ASI 6200 mcpro
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 140min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 24.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600 mono
Filter: ZWO LSHO
Belichtungszeit: 235 min
Bearbeitet mit: APP

Der Ringnebel (auch mit Messier 57 oder NGC 6720 bezeichnet) ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild Leier. Der Nebel ist der Überrest eines Sterns, der vor etwa 20.000 Jahren seine äußere Gashülle abgestoßen hat. Die Gashülle dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von 19 km/s aus und hat derzeit einen scheinbaren Durchmesser von etwa 118 Bogensekunden, was bei einer Entfernung von 2300 Lichtjahren einen absoluten Durchmesser von ca. 1,3 Lichtjahren bedeutet. Im Teleskop erscheint der Nebel ringförmig, weshalb er oft auch als Ringnebel in der Leier bezeichnet wird. Tatsächlich ähnelt die sichtbare Gashülle einem Torus. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein Weißer Zwergstern mit einer Oberflächentemperatur von etwa 70.000 °C und einer scheinbaren Helligkeit von 15,8 mag. M 57 kann relativ leicht aufgefunden werden, da er etwa in der Mitte der Verbindungslinie der Sterne β und γ Lyrae steht.

M 57 wurde Mitte Februar 1779 von Antoine Darquier bei Beobachtungen entlang der Bahn des Kometen Bode (C/1779 A1 (Bode)) gesehen. Lange Zeit galt dies als Erstbeobachtung des Ringnebels. Im selben Jahr nahm Charles Messier ihn in seinen Katalog auf. Neuen Quellen zufolge hat jedoch Messier selber das Objekt bereits am Morgen des 31. Januar zum ersten Mal beobachtet.[4] Darquier verglich das Aussehen des Nebels mit einem Planeten, was den Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel veranlasste, diesen Typ von Nebel als Planetarischer Nebel zu bezeichnen.

 

Finder Chart for M57 (credit:- freestarcharts)

M58 / NG4579 M89 / NGC4552 M90 / NGC4569

Typ: Balken-Spiralgalaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 21. April
Alter: Jahre
Entfernung: 68 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 116000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,8 mag
Nächstes Objekt: M60, M87

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 09-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter:  IVIRcut
Belichtungszeit: 72min
Bearbeitet mit: APP

Messier 58 (auch als NGC 4579 bezeichnet) ist eine 9,6 mag helle Balken-Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 6,0′ × 4,8′ im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. Die meisten Quellen gehen davon aus, dass es sich bei M58 um eine Balken-Spiralgalaxie vom Typ SBb in der Hubble-Sequenz handelt. Messier 58 wurde am 15. April 1779 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt.

Finder Chart for M58 (credit:- freestarcharts)

M59/ NGC4621

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 22. April
Alter: Jahre
Entfernung: 60 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 110000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,8 mag
Nächstes Objekt: M60
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 23.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200 mcpro
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 65 min
Bearbeitet mit: APP

Messier 59 (auch als NGC 4621 bezeichnet) ist eine 9,7 mag helle elliptische Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 5′,4 × 3′,7 im Sternbild Jungfrau. M59 ist eine der größeren elliptischen Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens, aber deutlich kleiner als die Giganten M49, M60 und M87. Das Kugelsternhaufensystem umfasst knapp 2.000 Kugelsternhaufen, also etwa das zehnfache der Anzahl in unserem Milchstraßensystem, aber nur ein gutes Zehntel der Anzahl im System von M87. Der Typ dieser Galaxie in der Hubble-Sequenz ist E5, das heißt, die Galaxie ist recht stark abgeflacht. Messier 59 wurde am 11. April 1779 von dem deutschen Astronomen Johann Gottfried Köhler entdeckt.

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M60/ NGC4649

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 22. April
Alter: Jahre
Entfernung: 55 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 120000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,2 mag
Nächstes Objekt: M59
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 23.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200 mcpro
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 65 min
Bearbeitet mit: APP

Der Pfeil zeigt auf die im April 2022neu entdeckte Supernova SN2022HRS
in der Nachbargalaxis NGC4647

Messier 60 (auch als NGC 4649 bezeichnet) ist eine 8,8 mag helle elliptische Galaxie im Sternbild Virgo. M60 wurde zusammen mit den benachbarten Galaxien M 58 und M 59 im Rahmen der Beobachtung des Kometen des Jahres 1779 entdeckt. Johann Gottfried Köhler entdeckte die Galaxie am 11. April, Barnaba Oriani entdeckte sie einen Tag später und Charles Messier schließlich vier Tage später unabhängig. Die Galaxie ist im Virgo-Galaxienhaufen neben der massereichsten Galaxie M 87 und der hellsten Galaxie M 49 die dritte elliptische Riesengalaxie und Hauptgalaxie der Untergruppe Virgo-Haufen C. Diese Gruppe bildet den östlichsten Teil des Galaxienhaufens und M 60 selbst ist das östlichste Objekt des Virgo-Haufens im Messier-Katalog. M60 hat einen Durchmesser von etwa 120.000 Lichtjahren und eine Masse von etwa 1 Billion Sonnenmassen. In der Hubble-Sequenz hat die Galaxie den Typ E2, ist also leicht abgeplattet. M 60 besitzt mit ca. 5.000 Kugelsternhaufen einen verhältnismäßig dicht bevölkerten Halo. Ein interessantes Detail auch schon im kleinen Fernrohr ist der nahe Begleiter NGC 4647, eine Spiralgalaxie. Man vermutete, dass beide Galaxien miteinander gravitativ wechselwirken, und fasste sie unter Arp 116 zusammen; neuere Untersuchungen belegen dies jedoch nicht.[4][5] Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Elliptischer Galaxien nahe bei Spiralgalaxien und diese störend (Arp-Katalog). Am 28. Januar 2004 wurde in M 60 eine Supernova vom Typ Ia (SN 2004W) mit einer Helligkeit größer als 18,8 mag durch das Lick Observatory Supernova Search (LOSS) entdeckt.[6] Anfang 2008 gelang es einem Team aus amerikanischen und italienischen Forschern, die Masse des Schwarzen Loches im Zentrum der Galaxie zu bestimmen. Dazu maßen sie mit Hilfe des Röntgensatelliten Chandra die Temperatur des heißen Gases im Zentrum von M 60, woraus man indirekt die Masse des Schwarzen Lochs ableiten kann (je heißer das Gas, desto schwerer das Schwarze Loch). Das Schwarze Loch hat demnach eine Masse von 3,4 Milliarden Sonnenmassen, was mehr als dem Tausendfachen des Schwarzen Loches im Zentrum unserer Milchstraße entspricht.[7] Die Begleitgalaxie M60-UCD1, eine ultrakompakte Zwerggalaxie, die 22.000 Lichtjahre von M 60 entfernt ist und die innerhalb eines Durchmessers von nur 300 Lichtjahren ca. 140 Millionen Sterne enthält.[8][9] Somit ist sie die dichteste, bislang bekannte Galaxie.[8] Zudem beherbergt sie, wie 2014 entdeckt wurde, ein supermassives Schwarzes Loch.[8] Wahrscheinlich wurden ihr ein Großteil der Sterne und der äußeren dunklen Materie bei einer Kollision mit M 60 vor zehn Milliarden Jahren entrissen.[10][11]

Finder Chart for M60 (credit:- freestarcharts)

M61/ NGC4303

Typ: Balken-Spiralgalaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 17. April
Alter: Jahre
Entfernung: 52,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 100000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,9 mag
Nächstes Objekt: M49

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 61 = NGC 4303 ist eine 9,3 mag helle Spiralgalaxie im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. Der morphologische Typ dieser Galaxie ist eine Zwischenform von Balken-Spiralgalaxie und normaler Spiralgalaxie (SABbc). Sie ist schätzungsweise 66 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 100.000 Lj.
M61 gehört zu den größeren Spiralgalaxien des Virgo-Galaxienhaufens, einer Ansammlung von Galaxien, die alle durch ihre gegenseitige Anziehungskraft zusammengehalten werden.

Das Objekt wurde am 5. Mai 1779 von Barnaba Oriani entdeckt.[3]

Finder Chart for M61 (credit:- freestarcharts)

M62/ NGC6266

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 26. Juni
Alter: 11,78 Milliarden Jahre
Entfernung: 22200 Lichtjahre
Durchmesser: 106 Lichtjahre
Helligkeit: +6,8 mag
Nächstes Objekt: M4, M6

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 62 (auch als NGC 6266 bezeichnet) ist ein 6,4 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 14,1′ im Sternbild Schlangenträger. Er ist etwa 22.200 Lichtjahre von der Erde und 5.500 Lichtjahre von Galaktischen Zentrum entfernt,[6][7] und einer der zehn massereichsten und hellsten Kugelsternhaufen der Milchstraße.[8] Der Kugelsternhaufen besteht aus etwa 500.000 Sternen und weist eine Gesamtmasse von 1,22 Millionen Sonnenmassen auf.[6] Diese lassen sich in zwei Sterngenerationen separieren: Von den Hauptreihensternen entstammen etwa 79 % der ersten Generation und 21 % der zweiten. Die zweite Generation weist einen höheren Anteil von Helium, Kohlenstoff, Magnesium, Aluminium und Natrium auf, Elemente, die durch Kernfusion in der ersten Generation entstanden sind.[8] In dem Sternhaufen wurden 245 veränderliche Sterne, von denen 209 RR-Lyrae-Sterne, 4 sind Typ-II-Cepheiden, 25 sind long period variables, und einer ist ein Bedeckungsveränderlicher Doppelstern. Messier 62 dürfte der an RR-Lyrae-Sternen reichste Kugelsternhaufen der Milchstraße sein.[9] Der Kugelsternhaufen enthält 6 binäre Millisekundenpulsare, von denen einer (COM6266B) ein Bedeckungsverhalten aufweist, hervorgerufen durch seinem Begleiter entströmende Gase.[10] In dem Sternhaufen befinden sich eine Vielzahl von Röntgenquellen, 50 liegen innerhalb des half-mass Radius.[11] 47 Blue-Straggler-Kandidaten wurden identifiziert, deren Konzentration zum Sternhaufenkern hin zunimmt.[11] M62 ist wegen seiner südlichen Position in Mitteleuropa schwierig zu beobachten.

Finder Chart for M62 (credit:- freestarcharts)

M63 / NGC5055 / Sonnenblumengalaxie

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Jagdhunde
Kulmination: 01. Mai
Alter: Jahre
Entfernung: 37 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 134000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,9 mag
Nächstes Objekt: M51, M94

Aufnahmeort: Gornergrat
Aufnahmedatum: 24-08-2021      
Teleskop: Omegon APO 85/560
Kamera: ASI 264
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 120min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Gornergrat
Aufnahmedatum: 22-04-2022      
Teleskop: Newtom 250/1200
Kamera: ASI 264mcpro
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 130min
Bearbeitet mit: APP

Messier 63 (auch als NGC 5055 bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 12,6′ × 7,2′ und der scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag im Sternbild Jagdhunde am Nordsternhimmel. Das auch Sonnenblumen-Galaxie genannte Objekt ist vom Sonnensystem etwa 25 Millionen (je nach Quelle auch 30 oder 37 Mio.[3]) Lichtjahre entfernt und besitzt einen Durchmesser von ca. 50.000 (65.000) Lichtjahren. Ungewöhnlich und namensgebend sind die vielen, in der Spitzer-Aufnahme besonders gut sichtbaren, knötchenartigen Verdichtungen in ihren Spiralarmen, es handelt sich dabei um Sternentstehungsgebiete und leuchtende Gaswolken.

In sehr langbelichteten Aufnahmen wird ein Sternstrom in Form eines 14 Bogenminuten herausreichenden, nur 1,6 Bogenminuten breiten Bogens sichtbar. Eine detaillierte Studie von Taylor S. Chonis u. a. kommt zu dem Schluss, dass hier eine Zwerggalaxie mit rund 100 Millionen Sonnenmassen verschluckt wurde. Dabei erzeugte die Gezeitenwechselwirkung beim Zerreißen auch den heute noch sichtbaren, weiten Sternenstrom.

Interessant ist auch die sich über rund 1000 Lichtjahre erstreckende sehr helle Zentralregion von M 63. Sie umgibt einen aktiven Kern und übertrifft ihre Umgebungshelligkeit um das Sechsfache, im H-alpha-Licht sogar um das 25-Fache. Die hier gemessenen Rotationsgeschwindigkeiten lassen auf ein zentrales Schwarzes Loch von knapp einer Milliarde Sonnenmassen schließen.[4][5]

Das Objekt wurde am 14. Juni 1779 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.[6]

Finder Chart for M63 (credit:- freestarcharts)

M64 / NGC4826 / Das schwarze Auge

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 26. April
Alter: Jahre
Entfernung: 24 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 70000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,8 mag
Nächstes Objekt: M53

Aufnahmeort: Kühtai
Aufnahmedatum: 10.03.2022
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: Zwo ASI 2600
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 20min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 17.04.2022 (Vollmond !)
Teleskop: Newton 150/1200
Kamera: Zwo ASI 2600mm pro
Filter: Luminaz, HAlpha,OIII,SII
Belichtungszeit: 270min
Bearbeitet mit: APP

Messier 64 (auch als NGC 4826 oder Blackeye-Galaxie bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 10′,0 × 5′,4 Bogenminuten und der scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag im Sternbild Coma Berenices. Sie besitzt eine große ovale Dunkelwolke nördlich des Kerns mit einer Ausdehnung von etwa 8000 Lichtjahren und einer Größe von 9,2 × 4,6 Bogenminuten, die wahrscheinlich durch Verschmelzung mit einer kleinen, sehr staubreichen Galaxie vor rund einer Milliarde Jahren entstanden ist.
Damit ließen sich die einseitige Konzentration der Dunkelwolken und die vielen in Kernnähe stehenden Regionen mit ungewöhnlich kräftiger Sternentstehung erklären[3].

Die etwa 24 Mio. Lichtjahre entfernte Galaxie wurde früher als Mitglied der Canes-Venatici-I-Gruppe geführt, in neueren Quellen wird sie aber einer eigenen kleinen Gruppe zugerechnet.[4]

Die Galaxie Messier 64 wurde am 23. März 1779 von dem britischen Astronomen Edward Pigott in Wales entdeckt, der seine Beobachtung allerdings erst zwei Jahre später veröffentlichte. Dadurch wurde zuerst Johann Elert Bode als Entdecker angesehen, welcher diese unabhängig von Pigott 12 Tage später entdeckte. In den Messier-Katalog wurde sie ein Jahr später aufgenommen.[5]

William Herschel bemerkte als erster den dunklen Fleck nördlich des Kerns, der der Galaxie später den Namen „Black Eye“ einbrachte, nachdem er sie dem britischen Physiker Charles Blagden gezeigt hatte, welcher sie daraufhin mit einem schwarzen Auge verglich.[6]

Finder Chart for M64 (credit:- freestarcharts)

M65 / NGC 3623 / M66 / NGC 3627

Sternbild: Löwe
Kulmination: 30. März / 2. April
Alter: Jahre
Entfernung: 35 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 90000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,6 mag
Nächstes Objekt: M95

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 08 & 09-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera:  ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 198min
Bearbeitet mit: APP

Messier 65 (auch als NGC 3623 bezeichnet) ist eine 9,2 mag helle Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sb mit einer Flächenausdehnung von 9,8′ × 2,9′ im Sternbild Löwe. Zusammen mit Messier 66 und NGC 3628 bildet diese Galaxie das Leo-Triplett, den Kern der M66-Galaxiengruppe, welche sich in etwa 32 Millionen Lichtjahren (9,9 Mpc) Entfernung befindet. Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Dieses Galaxientriplett gehört zu der Klasse Gruppen von Galaxien. Messier 65 wurde am 1. März 1780 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt.[4]

Finder Chart for M65 (credit:- freestarcharts)

M67 / NGC2682

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Krebs
Kulmination: 23. Februar
Alter: 4 Milliarden Jahre
Entfernung: 2700 Lichtjahre
Durchmesser: 20 Lichtjahre
Helligkeit: +6,1 mag
Nächstes Objekt: M44

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 09-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter:  IVIRcut
Belichtungszeit: 72min
Bearbeitet mit: APP

Messier 67 (auch als NGC 2682 bezeichnet) ist ein +6,9 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 30′ im Sternbild Krebs. Der Sternhaufen ist mit etwa 500 Mitgliedern äußerst reich und leicht mit einem Feldstecher zu finden. Wissenschaftlich zählt Messier 67 zu einem der am gründlichsten untersuchten Sternhaufen. Der Grund dafür liegt in seinem – für offene Sternhaufen – ungewöhnlich hohen Alter, das auf 3,5 bis 5 Milliarden Jahren geschätzt wird. Nach neusten Erkenntnissen liegt es bei etwa 4 Milliarden Jahren. Erkennbar ist dies an der Lage des so genannten Abzweigepunktes im Farben-Helligkeits-Diagramm: der Haufen enthält keine Hauptreihensterne vom Spektraltyp F oder heißer und die hellsten Sterne des Haufens sind allesamt Überriesen. Der Haufen enthält fast 200 nachgewiesene weiße Zwerge, über 100 sonnenähnliche Sterne und viele rote Riesen. Auch die Metallizität der Mitglieder des Haufens deuten auf ein Alter der Sterne, das vergleichbar mit dem unserer Sonne ist. Viele wissenschaftliche Untersuchungen konzentrieren sich auf die Entwicklung der Sterne, da alle Mitglieder von Messier 67 fast zeitgleich entstanden sind und die gleiche Entfernung zum Beobachter auf der Erde haben. Eine kleine Zahl von blauen Nachzüglern (Blue Straggler) sind die einzige Ausnahme und ihr Ursprung ist noch nicht völlig geklärt.

Finder Chart for M67 (credit:- freestarcharts)

M68/ NGC4590

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Wasserschlange
Kulmination: 22. April
Alter: 11,2 Milliarden Jahre
Entfernung: 33000 Lichtjahre
Durchmesser: 106 Lichtjahre
Helligkeit: +7,8 mag
Nächstes Objekt: M83

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 68 (auch als NGC 4590 bezeichnet) ist ein 7,3 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 11,0′ im Sternbild Wasserschlange und ca. 33.300 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist wegen seiner geringen Helligkeit und seiner südlichen Position in Mitteleuropa relativ schwierig zu beobachten.

Finder Chart for M68 (credit:- freestarcharts)

M69/ NGC6637

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 20. Juli
Alter: 13,06 Milliarden Jahre
Entfernung: 29700 Lichtjahre
Durchmesser: 84 Lichtjahre
Helligkeit: +7,6 mag
Nächstes Objekt: M7

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 69 (auch als NGC 6637 bezeichnet) ist ein +8,31 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 7,1′ im Sternbild Schütze. Der Kugelsternhaufen wurde am 31. August 1780 von Charles Messier entdeckt, als er ein von Nicolas-Louis de Lacaille beschriebenes Objekt suchte. M 69 ist in Mitteleuropa wegen seiner südlichen Position nicht leicht zu beobachten. Untersuchungen der Metallizität von Messier 69 und NGC 6624 lassen auf ein Alter der beiden Kugelsternhaufen von 14 Milliarden Jahren schließen. Beide gehören wahrscheinlich dem galaktischen Bulge an.[4]

Finder Chart for M69 (credit:- freestarcharts)

M70/ NGC6681

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 23. Juli
Alter: 12,8 Milliarden Jahre
Entfernung: 29300 Lichtjahre
Durchmesser: 68 Lichtjahre
Helligkeit: +8,0 mag
Nächstes Objekt: M7, M26, M54

 


Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 70 (auch als NGC 6681 bezeichnet) ist ein 9,06 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 7,8′ im Sternbild Schütze. M70 ist in Mitteleuropa wegen seiner südlichen Position nicht leicht zu beobachten.

Finder Chart for M70 (credit:- freestarcharts)

M71/ NGC6638

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Pfeil
Kulmination: 10. August
Alter: 9,5 Milliarden Jahre
Entfernung: 13000 Lichtjahre
Durchmesser: 27 Lichtjahre
Helligkeit: 7,1 mag
Nächstes Objekt: M27
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 05-06-2022      
Teleskop: Askar 500 & Reducer 0.7
Kamera: ZWO ASI 2600 mcpro color
Filter:  IDAS NBZ3
Belichtungszeit: 55min
Bearbeitet mit: APP

Messier 71 (auch als NGC 6838 bezeichnet) ist ein +6,1 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 7,2′ im Sternbild Pfeil. Er gehört mit etwa 13.000 Lichtjahren Entfernung zum inneren galaktischen Halo und hat einen Durchmesser von nur 36 Lichtjahren. Seine Sterne kommen auf eine Metallizität von einem Fünftel des solaren Werts, während die meisten Kugelsternhaufen nur ein Hundertstel der Metallhäufigkeit aufweisen. Weiterhin enthält er nur sehr wenige veränderliche Sterne und gar keine vom RR Lyrae-Typ, was für einen Kugelsternhaufen ebenfalls sehr ungewöhnlich ist. Dies erklärt sich durch das für einen Kugelsternhaufen relativ junge Alter von lediglich 9–10 Milliarden Jahren. Ähnliche Werte weisen nur noch NGC 104 und M 68 auf[5][6]. Möglicherweise wurde das Objekt von de Chéseaux 1745 oder von J. Köhler um 1775 entdeckt. Méchain machte im Juni 1780 gesicherte Beobachtungen und informierte Messier, der den Sternhaufen noch im selben Jahr in seinen Katalog[7] aufnahm. Die Einordnung von M71 als Kugelsternhaufen galt lange als umstritten, da der Haufen recht lose ist. Der Haufen wurde daher meist als sehr dichter offener Sternhaufen kategorisiert.

Finder Chart for M71 (credit:- freestarcharts)

M72/ NGC6981

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Wassermann
Kulmination: 15. August
Alter: 9.5 Milliarden Jahre
Entfernung: 54000 Lichtjahre
Durchmesser: 104 Lichtjahre
Helligkeit: +9,3 mag
Nächstes Objekt: M73
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 21.07.2022
Teleskop: Askar 230
Kamera: ASI 6200 mcpro
Filter: IDAS LPS3
Belichtungszeit: 130 min
Bearbeitet mit: APP

Messier 72 (auch als NGC 6981 bezeichnet) ist ein 9,3 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 6,6′ im Sternbild Wassermann.

Finder Chart for M72 (credit:- freestarcharts)

M73/ NGC6994

Typ: Asterismus
Sternbild: Wassermann
Kulmination: 27. August
Alter: Jahre
Entfernung: 2500 Lichtjahre
Durchmesser: Lichtjahre
Helligkeit: +9,0 mag
Nächstes Objekt: M72

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 73 (auch als NGC 6994 bezeichnet) ist eine +9,0 mag helle, zufällige Anordnung von Sternen, ein Sternmuster oder Asterismus, mit einer Winkelausdehnung von 2,8′ im Sternbild Wassermann. Lange Zeit war nicht geklärt, ob es sich bei Messier 73 um einen „richtigen“ Offenen Sternhaufen handelt, also eine Gruppe von physikalisch gebundenen Sternen, oder nur um ein zufälliges Muster.[4] Mittlerweile konnte durch Messung der Eigenbewegungen und Radialgeschwindigkeiten nachgewiesen werden, dass es sich bei Messier 73 weder um einen Offenen Sternhaufen noch um den Überrest eines solchen handelt, sondern um eine zufällige Fluktuation der Sterndichte auf dieser Sichtlinie.[5][6]

Finder Chart for M73 (credit:- freestarcharts)

M74 / NGC628

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Fische
Kulmination: 05. November
Alter: Jahre
Entfernung: 32,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 95000 Lichtjahre
Helligkeit: mag
Nächstes Objekt: M33

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 74 (abgekürzt M74, auch als NGC 628 bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie vom Hubble-Typ SA(s)c? im Sternbild Fische gut fünf Bogengrad nördlich der Ekliptik in der Nachbarschaft des Sterns Alpherg. Sie hat eine scheinbare Ausdehnung von 10,5′ × 9,5′ und eine scheinbare Helligkeit von +9,1 mag. Die Entfernung von M74 ist nicht so genau bekannt, es werden Werte um 30 Millionen Lichtjahre genannt. In M74 wurden im 21. Jahrhundert drei Supernovae beobachtet (SN 2002ap, SN 2003gd und SN 2013ej)[3]. Die Galaxie wurde im September 1780 von Pierre Méchain entdeckt und an Charles Messier zur Katalogisierung gemeldet.[4]

Finder Chart for M74 (credit:- freestarcharts)

M75/ NGC6864

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Schütze
Kulmination: 14. August
Alter: >13 Milliarden Jahre
Entfernung: 67500 Lichtjahre
Durchmesser: 134 Lichtjahre
Helligkeit: +8,7 mag
Nächstes Objekt: M54

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 75 (auch als NGC 6864 bezeichnet) ist ein 9,2 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 6,8′ im Sternbild Schütze. Er liegt von der Erde aus gesehen auf der anderen Seite unserer Milchstraße und zählt mit einer Entfernung von 67.500 Lichtjahren zu den entferntesten galaktischen Kugelsternhaufen und den entferntesten des Messier-Katalogs.

Finder Chart for M75 (credit:- freestarcharts)

M76 / NGC650/651 / Kleiner Hantelnebel

Typ: Planetarischer Nebel
Sternbild: Perseus
Kulmination: 07. November
Alter: Jahre
Entfernung: 2500 Lichtjahre
Durchmesser: 2 Lichtjahre
Helligkeit: +10,1 mag
Nächstes Objekt: M103

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 05-01-2022
Teleskop: SC Evolution 6 150/1500, Reducer 0,63
Kamera: ZWO ASI 294
Filter: Optolong LO-Pro
Belichtungszeit: 275min
Bearbeitet mit: APP

Der kleine Hantelnebel (auch als Messier 76 oder NGC 650 bezeichnet) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Perseus am Nordsternhimmel mit einer scheinbaren Helligkeit von 10,1 mag. Der hellere Kernbereich der auch als „Korken“ bezeichnet wird misst 1,45′ × 0,7′ Bogenminuten. Der etwas schwächere äußere Teil hat knapp die doppelte Ausdehnung. Wegen dessen Form wird das Objekt Schmetterlingsnebel oder kleiner Hantelnebel genannt. Ganz außen herum befindet sich ein Halo, der aus jenem Gasmaterial besteht, welches der Stern bereits lange vor der Explosion in seiner Phase als Roter Riese abgegeben hatte. Dieser ist knapp 4,8 Bogenminuten groß. Diesem Wert entspricht in der Entfernung des Nebels eine absolute Ausdehnung von etwa 21 Lichtjahren. Der Zentralstern erscheint als Doppelsternsystem. Aufgrund von Aufnahmen mit dem Hubble-Weltraumteleskop konnte aber gezeigt werden, dass sich die südliche Komponente tatsächlich etwa 20.000 Lichtjahre hinter dem Nebel befindet. Diese beiden Sterne bilden also ein so genanntes optisches Doppelsternsystem. Ihr Distanz liegt bei 1,4 Bogensekunden. Lange Zeit galt dieses Objekt als doppelt angelegter Nebel, was dazu führte, dass es auch zwei NGC-Nummern erhielt. Ende des 19. Jahrhunderts gelang mithilfe spektroskopischer Analysen schließlich der Nachweis, dass es sich um einen planetarischen Nebel handelt.

Finder Chart for M76 (credit:- freestarcharts)

M77/ NGC1068 / Arp 37

Typ: Balkenspiralgalaxis
Sternbild: Walfisch
Kulmination: 07. November
Alter: Jahre
Entfernung: 47 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 100000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,1 mag
Nächstes Objekt: M45

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 77 (auch als NGC 1068 bezeichnet) ist eine 8,9 mag helle Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 7,1′ × 6,0′ im Sternbild Walfisch. Diese Galaxie vom Hubble-Typ Sb ist als Radiogalaxie auch unter dem Namen Cetus A bekannt und beherbergt einen aktiven Galaxienkern in ihrem Zentrum. Ihr Abstand beträgt etwa 60 Millionen Lichtjahre, so dass M77 tatsächlich eine der größten Spiralgalaxien im Messier-Katalog ist. Das Objekt ist ein enger Nachbar von NGC 1087.[4]
Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Spiralgalaxien mit einem Begleiter niedriger Flächenhelligkeit auf einem Arm (Arp-Katalog).

Die Galaxie Messier 77 wurde am 29. Oktober 1780 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.[5]

Finder Chart for M77 (credit:- freestarcharts)

M78 / NGC2068

Typ: Reflektionsnebel
Sternbild: Orion
Kulmination: 07. Januar
Alter: Jahre
Entfernung: 1600 Lichtjahre
Durchmesser: 4 Lichtjahre
Helligkeit: 8,2 mag
Nächstes Objekt: M42

Aufnahmeort:  Chilescope
Aufnahmedatum: 30-12-2021      
Teleskop: ?
Kamera: ?
Filter: ?
Belichtungszeit: ?
Bearbeitet mit: APP

Messier 78 (auch als NGC 2068 bezeichnet) ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Orion. Mit einer Helligkeit von 8,0 mag ist er der hellste Reflexionsnebel am Nachthimmel.[5] Der Nebel ist bläulich und hat eine Winkelausdehnung von 8′ × 6′. Der Nebel wurde 1780 von Pierre Méchain entdeckt und Ende des Jahres auch von Charles Messier beschrieben.[6] Der Nebel ist in Ferngläsern und Teleskopen ab einer Öffnung von etwa 50 mm sichtbar.

Finder Chart for M78 (also shown M42 and M43)

M79/ NGC1904

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Hase
Kulmination: 01. Januar
Alter: 11,7 Milliarden Jahre
Entfernung: 41000 Lichtjahre
Durchmesser: 104 Lichtjahre
Helligkeit: +8,1 mag
Nächstes Objekt: M41

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 79 (auch als NGC 1904 bezeichnet) ist ein 7,7 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 9,6′ im Sternbild Hase. Der Sternhaufen ist etwa 40.000 Lichtjahre entfernt, hat einen Durchmesser von 80 Lichtjahren und geschätzte 900.000 Sterne. Seine Metallizität liegt bei 0,025 % im Vergleich zur Sonne, was auf ein Alter von 12 bis 13 Milliarden Jahre schließen lässt[7]. M79 ist einer der wenigen Kugelsternhaufen, die am Winterhimmel zu beobachten sind. Er liegt also nicht, wie die meisten anderen Kugelsternhaufen, in Richtung des Zentrums der Milchstraße, sondern in fast entgegengesetzter Richtung. Nach neueren Vermutungen könnte dieses Objekt ein „neuer Einwanderer“ in unserem Milchstraßensystem sein. Demnach könnte M79 ein Kugelsternhaufen der im Jahre 2003 entdeckten Canis-Major-Zwerggalaxie sein, unserer nächsten Nachbargalaxie. Dieser Trabant der Milchstraße hat sich durch die starken Gezeitenkräfte bereits größtenteils aufgelöst und wurde früher als Teil der Milchstraße betrachtet.

Finder Chart for M79 (credit:- freestarcharts)

M80/ NGC6093

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Skorpion
Kulmination: 16. Juni
Alter: 12,5 Millionen Jahre
Entfernung: 32600 Lichtjahre
Durchmesser: Lichtjahre
Helligkeit: +7,5 mag
Nächstes Objekt: M4

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Der Kugelsternhaufen Messier 80 (NGC 6093), kurz M 80, steht im Sternbild Skorpion südlich der Ekliptik.

Der Haufen ist rund 33.000 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und hat einen maximalen Durchmesser von knapp 90 Lichtjahren. Seine Entfernung zum galaktischen Zentrum beträgt 12.500 Lj. Er umläuft das Milchstraßensystem auf einer stark geneigten Bahn, ein Umlauf dauert etwa 70 Millionen Jahre. Sein Alter wird auf 13 Milliarden Jahre geschätzt.[6] Die Massendichte im Zentralbereich liegt um 5,7 Sonnenmassen pro Kubikparsec, damit ist M 80 einer der dichtesten Kugelsternhaufen der Milchstraße.

M 80 ist am Sternhimmel relativ leicht zu finden, da er nicht weit von den hellen Sternen Antares (α Scorpii) und δ Scorpii steht.

Es gibt in M 80 eine überraschend große Anzahl von heißen blauen Sternen („blaue Nachzügler„), die normalerweise nur in Regionen mit hoher Starburstrate vorkommen. Man nimmt an, dass sie bei Zusammenstößen zweier kleinerer Sterne entstehen, die dabei verschmelzen. Derartige Kollisionen sind in normalen Regionen einer Galaxie praktisch unmöglich, in Kugelsternhaufen jedoch ist die Sternendichte Tausende oder Zehntausende mal höher. In M 80 wurden mehr als doppelt so viele blaue Nachzügler wie in jedem anderen untersuchten Kugelsternhaufen gefunden[5].

Finder Chart for M80 (also shown M4, M6, M9, M19 and M62)

M81 / NGC3031 / Bodes Galaxis M82 / NGC3034 / Zigarrengalaxis

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Großer Bär
Kulmination: 11. März
Alter: Jahre
Entfernung: 11,8 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 90000 Lichtjahre
Helligkeit: +6,9 mag
Nächstes Objekt: M95

Aufnahmedatum: 26-12-2021      
Teleskop: RASA 11 f2.2
Kamera: ASI 2600
Filter: UVIR-Cut
Belichtungszeit: 100min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmedatum: 08-06-2022       
Teleskop: EdgeHd 1100 f7.0
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: Lpro
Belichtungszeit: 150min
Bearbeitet mit: APP

Messier 81, auch als NGC 3031 oder Bodes Galaxie bekannt, ist eine 7,0 mag helle Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sb im Sternbild Großer Bär am Nordsternhimmel. Die scheinbare Fläche von M81 beträgt mit 25 mal 12′ weniger als der Vollmond (scheinbarer Durchmesser rund 30′). Verglichen mit dem Andromedanebel (M31) erscheint M81 mit etwa einem Dreißigstel von dessen Fläche merklich kleiner und ist etwa viermal weiter entfernt, rund 12 Millionen Lichtjahre. Die Entfernung wurde im Rahmen des HST Key Projects[4] zur genauen Bestimmung der Hubble-Konstante zu 12±1 Millionen Lichtjahren bestimmt. Messier 81 ist mit einem Durchmesser von 82.000 Lichtjahren und schätzungsweise 200 Milliarden Sternen etwas kleiner als unsere Milchstraße.[5] Das zentrale Schwarze Loch hat eine Masse von rund 70 Millionen Sonnenmassen und ist damit etwa 15-mal massereicher als das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis.[6]

Finder Chart for M81 (credit:- freestarcharts)

M82 / NGC3034 / Zigarrengalaxis

Typ: Starburst Galaxis
Sternbild: Großer Bär
Kulmination: 11. März
Alter: Jahre
Entfernung: 11,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 38000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,4 mag
Nächstes Objekt: M81

Aufnahmedatum: 18-03-2022      
Teleskop: Newton 150/1200
Kamera: ASI 2600mmpro
Filter: Luminanz, HA
Belichtungszeit: 300min
Bearbeitet mit: APP, combine RGB
Aufnahmedatum: 01-09-2022       
Teleskop: EdgeHD 1100
Kamera: ASI 2600mcpro
Filter: Optolong Lextreme
Belichtungszeit: 35min
Bearbeitet mit: APP, Starnet++

Messier 82 (auch als NGC 3034, M82 oder „Zigarrengalaxie[4] bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 11,2′ × 4,3′ und der scheinbaren Helligkeit von 8,6 mag im Sternbild Großer Bär. M82 ist gravitativ an die etwas größere Spiralgalaxie M81 gebunden und bildet mit dieser den Kern der M81-Galaxiengruppe.

Lange Zeit wurde M82 dem irregulären Galaxietyp zugeordnet. Neuere Untersuchungen im nahen Infrarot zeigen jedoch Spiralarme. Die Galaxie entspricht damit wahrscheinlich dem morphologischen Typ einer Balkenspiralgalaxie (Sbc), das heißt, die Arme entspringen an den Enden eines in diesem Fall nicht besonders langen Balkens.

In ihrer Nähe befindet sich die helle Spiralgalaxie M81, mit der sie ein physikalisch gebundenes Paar und den Kern der etwa 12 Millionen Lichtjahre entfernten M81-Galaxiengruppe bildet. Durch die Wechselwirkung mit M81 bei einem nahen Vorbeiflug vor etwa 500 Millionen Jahren wurde die Galaxie M82 dramatisch verändert. Im inneren Bereich hat sich die Rate, mit der neue Sterne aus interstellarer Materie entstehen, stark erhöht (Starburst). Dadurch ist M82 eine der hellsten Infrarotgalaxien und eine der hellsten Galaxien im Radiobereich (Ursa Major A). Als Folge des Starburst entsteht durch Supernovaexplosionen eine turbulente Gasbewegung, die als Ausströmung senkrecht zur Galaxienebene von M82 beobachtet wird. Durch ihre Nähe und Helligkeit ist M82 eine der bestuntersuchten Starburstgalaxien.

M82 enthält in einem ihrer Sternhaufen die ultrahelle Röntgenquelle M82 X-1. Das mittelschwere Schwarze Loch mit rund 415 Sonnenmassen wird von einem überschweren Stern umkreist. Im Jahre 2014 wurde mit M82 X-2 eine weitere Ultraleuchtkräftige Röntgenquelle entdeckt, wobei die Strahlung hier von einem Röntgenpulsar ausgeht. Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Verschiedene (Arp-Katalog). Die Galaxie wurde am 31. Dezember 1774 von dem deutschen Astronomen Johann Elert Bode entdeckt.[5] 

Am 21. Januar 2014 entdeckten der Universitätsdozent Steve Fossey und vier Studenten vom University College London bei der Ausbildung am Teleskop im Außenbereich der Galaxie zufällig eine Supernova vom Typ Ia, nach gängiger Theorie also die Explosion eines Weißen Zwerges. Sie ist bereits auf Aufnahmen vom 15. Januar 2014 zu sehen und erhielt die Kennung SN 2014J.[6][7] Mit einer maximalen scheinbaren Helligkeit von 10,5 mag[8] war sie auffallend hell und daher auch mit kleineren Teleskopen optisch zu beobachten.

Finder Chart for M82 (credit:- freestarcharts)

M83/ NGC5236 / Südliche Feuerradgalaxie

Typ: Balkenspiralgalaxis
Sternbild: Wasserschlange
Kulmination: 06. Mai
Alter: Jahre
Entfernung: 14,7 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 55000 Lichtjahre
Helligkeit: +7,5 mag
Nächstes Objekt: M68

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 83, manchmal auch südliche Feuerradgalaxie genannt, ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Wasserschlange an der Grenze zur Jungfrau. Sie kann auf der Nordhalbkugel abends nur im Frühjahr beobachtet werden.

Obwohl es sich bei M83 mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,5 mag um eine recht helle Galaxie handelt, ist sie von Mitteleuropa aus schwierig zu beobachten, da sie nur 10–15° über dem Horizont steht. Von südlichen Breiten aus beobachtet ist sie eine der hellsten Spiralgalaxien am Nachthimmel. Die Galaxie ist etwa 17 Millionen Lichtjahre entfernt und namensgebend für die M83-Gruppe, eine der Lokalen Gruppe benachbarte Galaxiengruppe, die auch die helle Galaxie Centaurus A enthält. Die Galaxie wurde 1751 von Nicolas Louis de Lacaille entdeckt.

Finder Chart for M83 (credit:- freestarcharts)

M84 / NGC 4374 M86 / NGC4406

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 18. April
Alter: Jahre
Entfernung: 60 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 110 000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,4 mag

Aufnahmeort:  Hamburg
Aufnahmedatum:  22-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera:  ZWO ASI 284
Filter: -
Belichtungszeit:  50min
Bearbeitet mit:  APP

Messier 84 (auch als NGC 4374 bezeichnet) ist eine 9,2 mag helle Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 6,5′ × 5,6′ im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. M84 liegt im Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens in der Nachbarschaft der Riesengalaxie M87 und ist etwa 43 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Früher wurde ihr Typ in der Hubble-Sequenz mit E1 (elliptisch abgeplattet) angegeben. Moderne Autoren gehen aber eher davon aus, dass es sich um eine linsenförmige Galaxie vom Typ S0 handelt, auf die wir praktisch frontal schauen. M84 markiert den Beginn der sogenannten Markarjanschen Kette, einer Gruppe von Galaxien in einem Gebiet von etwa 1,5 Grad Durchmesser. Messier 84 wurde zunächst von Johann Köhler am 5. Mai 1779 entdeckt und am 18. März 1781 von dem französischen Astronomen Charles Messier wiederentdeckt.[3]

Finder Chart for M84 (credit:- freestarcharts)

M85/ NGC4382

Typ: Linsenförmige Galaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 18. April
Alter: Jahre
Entfernung: 60 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 110000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,4 mag
Nächstes Objekt: M86

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 85 (auch als NGC 4382 bezeichnet) ist eine +9,1 mag helle Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 7,1′ × 5,5′ im Sternbild Haar der Berenike. Messier 85 wurde am 4. März 1781 von dem französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.

Die linsenförmige (Hubble-Typ S0) Galaxie M 85 ist die nördlichste Galaxie des Virgo-Galaxienhaufens. Die Balken-Spiralgalaxie NGC 4394 mit einer Helligkeit von 11,2 mag, die in einer Entfernung von 8 Bogenminuten zu finden ist, scheint ein echter Begleiter von M85 zu sein, denn beide Galaxien weisen dieselbe Rotverschiebung auf, die auf eine Radialgeschwindigkeit von ca. 700 km/s schließen lässt. Am 20. Dezember 1960 wurde in Messier 85 die Supernova SN 1960R vom Typ Ia entdeckt.[4][5][4]

Finder Chart for M84 (credit:- freestarcharts)

 

M87 / NGC 4486

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 20. April
Alter: Jahre
Entfernung: 53,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 130000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,7 mag
Nächstes Objekt: M88
Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 27-03-2022      
Teleskop: Newton 250/1200
Kamera: ZWO ASI 2600MM pro
Filter: Luminanz, OxygenIII
Belichtungszeit: 170min
Bearbeitet mit: APP; combine RGB

Das schwarze Loch im Zentrum von M87 erzeugt einen gewaltigen Materiejet,
welcher auf diesem Bild sichtbar wird.

essier 87 (kurz M87, auch als NGC 4486 bezeichnet) ist eine 8,6 mag helle elliptische Riesengalaxie mit einer Flächenausdehnung von 8,3′ × 6,6′ im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. M87 ist eine sehr aktive Galaxie, die als Radioquelle mit Virgo A, als Röntgenquelle mit Virgo X-1 bezeichnet wird. Die etwa 55 Mio. Lichtjahre von der Milchstraße entfernte Galaxie befindet sich nahe dem Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens, dessen größtes Mitglied sie ist, obwohl sie an Helligkeit im visuellen Bereich des Spektrums von M49 übertroffen wird. Die Masse von M87 beträgt innerhalb eines Radius von 100.000 Lichtjahren (32 kpc) etwa 2 bis 3 Billionen Sonnenmassen[4].

Es wurde am 10. April 2019 bestätigt, dass sich im Zentrum dieser Galaxie ein supermassereiches Schwarzes Loch mit einer Masse von 6,5 Milliarden Sonnenmassen befindet.[5] Dieses Schwarze Loch gilt als das Zentrum des aktiven Galaxienkerns (engl. active galactic nucleus – AGN) von M87, von dem ein mindestens 5000 Lichtjahre langer energiereicher Jet ausgestoßen wird, der in verschiedenen Wellenlängen zu beobachten ist.[6]

Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Galaxien mit Jets (149–152) (Arp-Katalog).

M87 besitzt das größte bisher bekannte System von Kugelsternhaufen einer Galaxie. Während die Milchstraße etwa 200 Kugelsternhaufen besitzt, geht man bei M87 von 12.000 solchen Objekten aus.[7] Da M87 die größte elliptische Riesengalaxie im Virgo-Superhaufen ist und eine der stärksten Radioquellen am Himmel darstellt, ist diese Galaxie sowohl ein beliebtes Beobachtungsobjekt der Amateurastronomie als auch von herausragender Bedeutung als astronomisches Forschungsobjekt.

Finder Chart for M87 (credit:- freestarcharts)

M88/ NGC4501

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 20. April
Alter: Jahre
Entfernung: 53 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 104000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,6 mag
Nächstes Objekt: M91

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 88 (auch als NGC 4501 bezeichnet) ist eine 9,6 mag helle Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 6,8′ × 3,7′ im Sternbild Coma Berenices am Nordsternhimmel. In der Hubble-Sequenz wird dieser Galaxie der Typ Sb zugeordnet. Sie wurde am 18. März 1781 vom französischen Astronomen Charles Messier zusammen mit sieben anderen Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens entdeckt. Die galaktische Ebene von M88 ist um etwa 30 Grad gegen die Sichtlinie geneigt, wodurch sie eine gewisse Ähnlichkeit gewinnt mit dem Andromedanebel, der ebenfalls vom Typ Sb ist.

Wie viele Spiralgalaxien des Virgohaufens besitzt M88 eine hohe Pekuliargeschwindigkeit, d. h. bewegt sich mit großer Geschwindigkeit relativ zum Schwerpunkt des Haufens. Die Rotverschiebung liefert eine Radialgeschwindigkeit von etwa 2000 km/s, so dass die Galaxie sich mit etwa 700 km/s vom Haufenzentrum wegbewegt.

Am 28. Mai 1999 erschien die Typ Ia Supernova 1999cl in M88. Bei ihrer Entdeckung am darauf folgenden Tag hatte die Supernova eine scheinbare Helligkeit von 16,4 mag und erreichte ihr Maximum am 12. Juni mit einer Helligkeit von 13,4 mag. Da Typ-I-Supernovae zu den besten Standardkerzen der Kosmologie gehören, war dieses Ereignis von großem Interesse hinsichtlich der Entfernungsbestimmung für den Virgohaufen.

Finder Chart for M88 (credit:- freestarcharts)

M89 / NGC4552 M90 / NGC4569

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 21. April
Alter: Jahre
Entfernung: 55 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 80000 Lichtjahre
Helligkeit: +10 mag
Nächstes Objekt: M58

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 10-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 64min
Bearbeitet mit: APP

Messier 89 (auch als NGC 4552 bezeichnet) ist eine 9,9 mag helle elliptische Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 3,5′ × 3,5′ im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. M89 erscheint praktisch kreisförmig und hat in der Hubble-Sequenz den Typ E0. Allerdings wurde in den 1990er Jahren eine ausgedehnte Hülle, die sich etwa 150.000 Lichtjahre nach außen erstreckt, entdeckt. M89 war die erste Galaxie, bei der eine derartige Hülle entdeckt wurde. Zudem wurde eine jetartige Struktur entdeckt, die darauf hinweist, dass sich eine andere Galaxie im Auflösungsprozess in M89 befindet. Im Gegensatz zur ähnlich großen Galaxie Messier 90, die nur 0,6° nördlich liegt, bewegt sie sich mit ähnlicher Geschwindigkeit von uns weg. Dies kann durch die Dynamik des sehr massereichen Virgo-Haufens erklärt werden.

Finder Chart for M89 (also shown M49, M53, M58->M60, M64->M66, M84->M88, M90, M91 and M98->M100)

M91 / NGC4548

Typ: Balken-Spiralgalaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 21. April
Alter: Jahre
Entfernung: 63 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 100000 Lichtjahre
Helligkeit: +10,3 mag
Nächstes Objekt: M89

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 91 (auch als NGC 4548 bezeichnet) ist eine 10,1 mag helle Balken-Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 5,2′ × 4,2′ im Sternbild Haar der Berenike am Nordsternhimmel. Entfernungsmessungen mit Hilfe von veränderlichen Sternen der Cepheiden-Klasse ergaben eine Entfernung zur Milchstraße von etwa 20 Millionen Lichtjahren. Der Durchmesser beträgt rund 83.000 Lichtjahre, die Gesamtmasse wird mit etwa 100 Milliarden Sonnenmassen angegeben.[3]

Messier 91 wurde am 8. April 1784 von dem deutsch-britischen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt. Die Zuordnung von NGC 4548 zum Objekt Nummer 91 aus dem Messier-Katalog war lange umstritten, da Messier in seinen Aufzeichnungen die Koordinaten fälschlicherweise relativ zu Messier 58 angab, aber wahrscheinlich Messier 89 meinte.[4]

Finder Chart for M91 (credit:- freestarcharts)

M92 / NGC6341

Typ: Kugelsternhaufen
Sternbild: Herkules
Kulmination: 02. Juli
Alter: 14,2 Milliarden Jahre
Entfernung: 26700 Lichtjahre
Durchmesser: 108 Lichtjahre
Helligkeit: +6,4 mag
Nächstes Objekt: M13

Aufnahmeort:  Schauinsland
Aufnahmedatum: 14.10.2021
Teleskop: Explore Scientific Apo 127/952
Kamera: Zwo ASI 2600 mcpro color
Filter: kein
Belichtungszeit: 180min
Bearbeitet mit: APP

Messier 92 = NGC 6341 ist ein 6,3 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 14,0′ im Sternbild Herkules am Nordsternhimmel. Die Entfernung von Messier 92 beträgt etwa 26.000 Lichtjahre, seine Masse wird auf etwa 330.000 Sonnenmassen geschätzt. Die sehr geringe Metallhäufigkeit von nur 0,6 % der solaren Elementhäufigkeit lässt auf ein sehr hohes Alter dieses Kugelsternhaufens schließen. Tatsächlich ergeben Messungen mit Hilfe von Farben-Helligkeits-Diagrammen ein Alter von etwa 13 Milliarden Jahren. Er gehört damit zu den ältesten bekannten Kugelsternhaufen.

Wegen seiner großen Helligkeit und der weit nördlichen Lage am Himmel ist M92 in Mitteleuropa schon im Feldstecher sichtbar. In kleinen Teleskopen (Vier- bis Achtzöller) lässt sich der Haufenrand in Einzelsterne auflösen, sofern die freiäugige Grenzhelligkeit mindestens 4 mag beträgt – also auch am aufgehellten Stadthimmel. Man findet M92 genau 6,3° nördlich des Sterns π Herculis. Er ist fast so hell wie der bekanntere, 8° entfernte Herkuleshaufen M13, erscheint aber deutlich kompakter.[5]

Das Objekt wurde am 27. Dezember 1777 von Johann Elert Bode und 1781 (unabhängig von Bode) von Charles Messier entdeckt.[6]

Finder Chart for M92 (credit:- freestarcharts)

M93/ NGC2447

Typ: Offener  SternhaufenSternbild: Achterdeck
Kulmination: 06. Februar
Alter: 100 Millionen Jahre
Entfernung: 3600 Lichtjahre
Durchmesser: 20 Lichtjahre
Helligkeit: +6,0 mag
Nächstes Objekt: M48

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 93 (auch als NGC 2447 bezeichnet) ist ein +6,2 mag heller offener Sternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 22′ im Sternbild Achterdeck des Schiffs. Die Entfernung des Haufens beträgt etwa 3600 Lichtjahre, sein Alter wird auf etwa 100 Millionen Jahre geschätzt.

Finder Chart for M93 (credit:- freestarcharts)

M94 / NGC4736 / Katzenaugengalaxis

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Jagdhunde
Kulmination: 25. April
Alter: Jahre
Entfernung: 16 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 50000 Lichtjahre
Helligkeit: 8,5 mag
Nächstes Objekt: M63

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 11-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 68min
Bearbeitet mit: APP

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 05-06-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 6200mcpro color
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 145min
Bearbeitet mit: APP

Messier 94 = NGC 4736 ist eine Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sab mit den Abmessungen 14,4′ × 12,1′ und der scheinbaren Helligkeit von +8,1 mag im Sternbild Jagdhunde am Nordsternhimmel. Sie ist schätzungsweise 16 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 60.000 Lichtjahren. Sie ist eine der hellsten Galaxien in der Canes-Venatici-I-Gruppe, einer Galaxiengruppe in der näheren Nachbarschaft der Lokalen Gruppe innerhalb des Virgo-Superhaufens. Im selben Himmelsareal befinden sich u. a. die Galaxien IC 3795, IC 3808, IC 3835, IC 3842.

Finder Chart for M94 (credit:- freestarcharts)

 

M95 / NGC3351 M96 / NGC3368

Typ: Balkenspiralgalaxis
Sternbild: Löwe
Kulmination: 24. März
Alter: Jahre
Entfernung: 36 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 46000 Lichtjahre
Helligkeit: +10,3 mag
Nächstes Objekt: M96, M105

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 10-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600mcpro
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 58min
Bearbeitet mit: APP

Messier 95 = NGC 3351 ist eine Balkenspiralgalaxie vom Hubble-Typ SB(r)b mit einer Flächenausdehnung von 7,4′ × 5,0′ im Sternbild Löwe an der Ekliptik. Sie ist schätzungsweise 30 Mio. Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und wird als Starburstgalaxie klassifiziert. Die Galaxie gehört der Galaxiengruppe um Messier 96 (auch Leo-I-Gruppe genannt) an. 2012 konnte man die Supernova SN 2012aw in M95 beobachten mit einer Helligkeit von 13 mag. Das Objekt wurde am 20. März 1781 von dem französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.[4]

Finder Chart for M95 (credit:- freestarcharts)

M97 / NGC3587 / Eulennebel

Typ: Planetarischer Nebel
Sternbild: Gr0ßer Bär
Kulmination: 30. März
Alter: Jahre
Entfernung: 2600 Lichtjahre
Durchmesser: 3 Lichtjahre
Helligkeit: +9,9 mag
Nächstes Objekt: M108

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 17-03-2022      
Teleskop: Newton 250/1200
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: IDAS NBZ LPS3
Belichtungszeit: 260min
Bearbeitet mit: APP
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 24.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600 mono
Filter: ZWO LHO
Belichtungszeit: 310 min
Bearbeitet mit: APP

Der Eulennebel (auch als Messier 97 oder NGC 3587 bezeichnet) ist einer der etwa 1600 planetarischen Nebel in unserer Milchstraße. Mit den Abmessungen 3,4′ × 3,3′ und einer scheinbaren Helligkeit von 9,9 mag liegt er im Sternbild Großer Bär. Die vom Zentralstern ausgestoßene Hülle hat etwa 2 Lichtjahre Durchmesser und dehnt sich mit etwa 40 km/s im Weltraum aus.

Finder Chart for M81 (also shown M40, M97, M82, M108 and M109) (credit:- freestarcharts)

M98 / NGC4192

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 15. April
Alter: Jahre
Entfernung: 57 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 160000 Lichtjahre
Helligkeit: +10,4 mag
Nächstes Objekt: M99

Aufnahmeort:  Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 10-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 50min
Bearbeitet mit: APP

Messier 98 (auch als NGC 4192 bezeichnet) ist eine 10,1 mag helle Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 9,8′ × 2,8′ im Sternbild Haar der Berenike. M98 ist eine Galaxie vom Hubble-Typ Sb, die wir beinahe von der Seite sehen. Sie ist rund 50 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, liegt am nördlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens und gehört zu den für Amateure schwerer zu findenden Objekten des Messier-Katalogs. Man schätzt, dass Messier 98 etwa eine Billion Sterne enthält.[3]

Finder Chart for M98 (credit:- freestarcharts)

M99 / NGC4254 / Coma Pinwheel

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 17. April
Alter: Jahre
Entfernung: 55 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 45000 Lichtjahre
Helligkeit: +10,2 mag
Nächstes Objekt: M106

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 10-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 56min
Bearbeitet mit: APP

Messier 99 (auch als NGC 4254 bezeichnet) ist eine +9,7 mag helle Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 5,3′ × 4,6′ im Sternbild Haar der Berenike.

M99 wurde am 15. März 1781 zusammen mit den benachbarten Spiralgalaxien M98 und M100 von Pierre Méchain entdeckt. Sie war nach der Whirlpool-Galaxie M51 die zweite Galaxie, deren Spiralstruktur entdeckt wurde, und zwar von Lord Rosse im Jahr 1846. Er kommentierte seine Entdeckung mit den Zeilen:[4]

„Spirale mit einem hellen Stern darüber; ein dünner Teil des Nebels reicht über diesen Stern hinaus. Die Hauptspirale liegt unten und ist rechtsdrehend.“

M99 ist eine Galaxie vom Hubble-Typ Sc, die wir beinahe frontal sehen. Eigentümlich an der Gestalt der Galaxie ist jedoch ihr verrutschter Kern, der im Bild deutlich nördlich des Zentrums der Spirale liegt. Die Galaxie liegt am nördlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens in der Nähe der Spiralgalaxie M98. Es gibt Mutmaßungen, dass der verrutschte Kern und die Nähe dieser beiden Galaxien kein Zufall sind, sondern auf einen Vorbeiflug aneinander in der Vergangenheit hindeuten.[5] Diese Spekulation wird zusätzlich durch die Tatsache genährt, dass beide Galaxien entgegengesetzte und zugleich hohe Pekuliargeschwindigkeiten besitzen.

Finder Chart for M99 (credit:- freestarcharts)

M100/ NGC4321

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Haar der Berenike
Kulmination: 18. April
Alter: Jahre
Entfernung: 57,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 125000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,5 mag
Nächstes Objekt: M84

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -    
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 100 = NGC 4321 ist eine aktive Balken-Spiralgalaxie mit ausgedehnten Sternentstehungsgebieten vom Hubble-Typ SBbc im Sternbild Haar der Berenike am Nordsternhimmel. Sie ist schätzungsweise 68 Millionen Lichtjahre[2] von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 155.000 Lichtjahren.

Unter der Katalogbezeichnung VCC 596 wird sie als Mitglied des Virgo-Galaxienhaufens aufgeführt und liegt im dessen äußersten nördlichen Teil. Wie fast alle Spiralgalaxien befindet sich M 100 also weit vom dicht besiedelten Zentrum des Galaxienhaufens entfernt. Unter den Spiralgalaxien dieses Haufens ist sie die hellste.
Im selben Himmelsareal befinden sich u. a. die Galaxien NGC 4312, NGC 4322, NGC 4328, IC 783.

Da ihre galaktische Ebene um mehr als 60 Grad gegen die Sichtlinie geneigt ist, haben wir eine sehr gute Sicht auf die galaktische Scheibe. Dadurch wird sie zu einem idealen Untersuchungsobjekt für alle Fragen, die Spiralgalaxien des Virgo-Haufens betreffen. Insbesondere im H0 Key Project zur Messung der Hubble-Konstante H0 mit dem Hubble-Weltraumteleskop wurde M 100 daher als erste Spiralgalaxie dieses Haufens in Einzelsterne aufgelöst. Im Rahmen dieser Untersuchung konnten Cepheiden identifiziert werden, durch deren Perioden-Leuchtkraft-Beziehung die Entfernung von M 100 auf 55 Millionen Lichtjahre bestimmt werden konnte. Diese Entfernung ist wahrscheinlich etwas geringer als die Entfernung des Haufenzentrums.

Die Supernovae SN 1901B (Typ I), SN 1914A, SN 1959E (Typ I), SN 1979C (Typ IIL), SN 2006X (Typ Ia)[5] und SN2019ehk wurden hier entdeckt, wobei SN 1979C wegen ihrer noch heute anhaltenden Röntgenstrahlung außergewöhnlich ist.

M 100 ist zudem die Hauptgalaxie der kleinen Untergruppe Holm 387 innerhalb des Virgo-Haufens, zu dem weiterhin vornehmlich Zwerggalaxien gehören.

Finder Chart for M100 (credit:- freestarcharts)

M101 / NGC5457 / Feuerradgalaxis

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Großer Bär
Kulmination: 13. Mai
Alter: Jahre
Entfernung: 22 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 180000 Lichtjahre
Helligkeit: +7,9 mag
Nächstes Objekt: M102

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 08-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600mcpro
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 95min
Bearbeitet mit: APP

Messier 101 (auch als NGC 5457, Pinwheel-Galaxie oder Feuerrad-Galaxie bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 28,8′ × 26,9′ und der scheinbaren Helligkeit von 7,5 mag im Sternbild Großer Bär. Ihre Entfernung beträgt rund 21 Millionen Lichtjahre, ihr Durchmesser 170.000 Lj.

Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Spiralgalaxien mit einem ausgeprägten Arm (Arp-Katalog). M 101 verfügt über fünf prominente Begleitgalaxien: NGC 5204, NGC 5474, NGC 5477, NGC 5585 und Holmberg IV[3].

Finder Chart for M101 (credit:- freestarcharts)

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 20-04-2022      
Teleskop: RASA11
Kamera: ZWO ASI 2600mcpro
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 95min
Bearbeitet mit: APP

M102 / NGC5866 / Spindelgalaxie

Typ: Spindelförmie Galaxis
Sternbild: Drache
Kulmination: 29. Mai
Alter: Jahre
Entfernung: 50 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 70000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,9 mag
Nächstes Objekt: M101

Aufnahmeort: -
Aufnahmedatum: -     
Teleskop: -
Kamera: -
Filter: -
Belichtungszeit: -
Bearbeitet mit: APP

Messier 102 (M 102, auch als NGC 5866 bezeichnet) ist eine linsenförmige Galaxie mit den Abmessungen 6,5′ × 3,1′ und der scheinbaren Helligkeit von 9,9 mag im Sternbild Drache. Da sie als der Prototyp einer linsenförmigen Galaxie, d. h. einer Galaxie vom Hubble-Typ S0, angesehen wird, ist sie auch unter dem Namen Spindelgalaxie bekannt. Dieser Name ist allerdings mehrdeutig, da beispielsweise auch auf die ebenfalls linsenförmige Galaxie NGC 3115 unter demselben Namen Bezug genommen wird.

Heute wird M 102 allgemein dem NGC-Objekt NGC 5866 zugeordnet. Allerdings besteht eine Kontroverse, ob Messier tatsächlich diese Galaxie gemeint hatte, oder ob es sich bei M 102 um eine Doppelbeobachtung von M 101 handelt. Andere vermuten, dass Messier stattdessen NGC 5879 oder NGC 5928 gemeint hat, allerdings sind beide lichtschwächer als NGC 5866. Ursprünglich beobachtet wurde der Eintrag Nummer 102 in Messiers Katalog von Pierre Méchain, doch der Übertrag in Messiers endgültigen Katalog geschah in Eile und ohne Koordinatenangaben; lediglich mit der fehlerhaften Beschreibung, dass der Ort des Nebels zwischen den Sternen ο Boo und ι Dra sei.

Finder Chart for M102 (credit:- freestarcharts)

M103 / NGC 581

Typ: Offener Sternhaufen
Sternbild: Kasssiopeia
Kulmination: 03. November
Alter: 25 Millionen Jahre
Entfernung: 10000 Lichtjahre
Durchmesser: 17,5 Lichtjahre
Helligkeit: +7,4 mag
Nächstes Objekt: M76

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 27-02-2022      
Teleskop: Explore Scientific 97/956
Kamera: ZWO ASI 2600ncpro
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 150min
Bearbeitet mit: APP

Messier 103 (auch als NGC 581 bezeichnet) ist ein +7,4 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 6′ im Sternbild Kassiopeia am Nordsternhimmel. Da der Haufen von der Erde aus gesehen im Milchstraßen-Band liegt, ist die Bestimmung seiner Distanz mit einiger Unsicherheit behaftet; die Entfernung von M 103 wird auf rund 8500 Lichtjahre geschätzt. Seine Ausdehnung beträgt somit etwa 15 Lichtjahre. Die radiale Relativgeschwindigkeit von M 103 zu unserem Sonnensystem beträgt etwa −40 km/s. Das Alter von M 103 wird nach neueren Berechnungen auf circa 25 Millionen Jahre geschätzt. Der Sternhaufen wurde im Jahr 1781 vom französischen Astronomen Pierre-François-André Méchain entdeckt.
Der hellste und auffälligste Stern im Bereich von M 103 ist Struve 131 (HD 9311, SAO 11822), ein Mehrfachstern mit einer +7,3 mag und einer +10,5 mag hellen Komponente. Dabei handelt es sich jedoch um einen Vordergrundstern, der nicht zum Sternhaufen M 103 gehört. Die hellsten tatsächlich zu M 103 gehörenden Sterne erreichen eine scheinbare Helligkeit von 10,5 mag.

Messier 103 war das letzte Objekt im ursprünglich von Messier in drei Teilen veröffentlichten Messier-Katalog.

Finder Chart for M103 (credit:- freestarcharts)

M104 / NGC4594 / Sombrero-Galaxis

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Jungfrau
Kulmination: 22. April
Alter: Jahre
Entfernung: 30 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 75000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,4 mag
Nächstes Objekt: M59

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 19-04-2022
Teleskop: Newton 250/1200
Kamera: ASI 2600mmpro
Filter: LRGB
Belichtungszeit: 100
Bearbeitet mit: APP

M104, auch bekannt als NGC 4594, liegt im Sternbild Jungfrau in scheinbarer Nähe zum Virgo-Galaxienhaufen. Mit einer Entfernung von 30 Millionen Lichtjahren ist die Sombrerogalaxie allerdings der Milchstraße um einiges näher als dieser Galaxienhaufen und wird deshalb nicht als Mitglied dieses Haufens angesehen. Die Helligkeit dieser Spiralgalaxie beträgt 8,0 Größenklassen. Damit ist diese Spiralgalaxie eine der scheinbar hellsten am Nachthimmel und in jedem kleinen Teleskop sichtbar. Die scheinbare Ausdehnung beträgt 9 Bogenminuten entlang der großen Achse, also ein gutes Viertel des Monddurchmessers. Dem entspricht ein wahrer Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren. In den Außenbereichen schließt sich zudem ein sehr ausgedehnter, schwach leuchtender Halo an. Die Masse der Galaxie wird auf etwa 800 Milliarden Sonnenmassen geschätzt (zum Vergleich: Nach neuen Forschungserkenntnissen wird die Masse der Milchstraße auf 1,9 Billionen, die der Andromedagalaxie (M31) auf 1,2 Billionen Sonnenmassen geschätzt). Für die Astronomen überraschend war die Entdeckung, dass das zentrale supermassereiche Schwarze Loch der vergleichsweise kleinen Sombrerogalaxie diejenigen von Milchstraße und Andromeda bei weitem an Schwere übertrifft. Mit rund einer Milliarde Sonnenmassen ist es zehnmal so massereich wie das im Zentrum von M31 befindliche Schwarze Loch und rund 240 mal so groß wie Sagittarius A* im galaktischen Zentrum. Es scheint, dass ein ausgeprägter Bulge stark mit der Masse im zentralen Schwarzen Loch korreliert.[4]

In der Hubble-Sequenz wird diese Spiralgalaxie unter dem Typ Sa oder Sb eingeordnet. Sie hat einen außergewöhnlich großen und hellen Kern und besitzt sehr eng gewundene Spiralarme. Letztere sind jedoch nur schwer zu erkennen, da die Galaxienebene nur schwach zur Sichtlinie geneigt ist, d. h. wir schauen praktisch von der Seite auf diese Galaxie. Das sehr dunkle und stark ausgeprägte Staubband, das die Galaxie umspinnt, verleiht ihr das typische Aussehen, das an einen mexikanischen Sombrero erinnert.

M104 besitzt ein recht gut bevölkertes System von Kugelsternhaufen, von denen einige hundert in größeren Teleskopen sichtbar sind. Die Gesamtzahl wird auf über 2.000 geschätzt und übersteigt damit bei weitem die Anzahl der Kugelsternhaufen der Milchstraße.

1912 hat Vesto Slipher entdeckt, dass die Sombrerogalaxie für die damalige Zeit eine sehr große Rotverschiebung aufweist. Die daraus resultierende Geschwindigkeit, mit der sich die Galaxie von der Milchstraße weg bewegt, beträgt gut 1000 Kilometer pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit ist so hoch, dass die Galaxie innerhalb von etwa 10 Millionen Jahren eine Strecke zurücklegt, die dem Radius der Milchstraße entspricht. Daraus wurde schon im Jahre 1912 klar, dass dieses Objekt kein permanentes Mitglied der Galaxiengruppe (Cluster) der Milchstraße sein kann, wie zu dieser Zeit noch gemutmaßt wurde.

Finder Chart for M104 (credit:- freestarcharts)

M105 / NGC3379 M86 / NGC3368

Typ: Elliptische Galaxis
Sternbild: Löwe
Kulmination: 25. März
Alter: Jahre
Entfernung: 35 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 52000 Lichtjahre
Helligkeit: +9,8 mag
Nächstes Objekt: M108

Aufnahmeort: Kühtai, Tirol
Aufnahmedatum: 10-03-2022      
Teleskop: Omegon Apo 85/560
Kamera: ZWO ASI 2600
Filter: IVIRcut
Belichtungszeit: 44min
Bearbeitet mit: APP

Messier 105 (auch als NGC 3379 bezeichnet) ist eine 9,5 mag helle elliptische Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 5,3′ × 4,8′ im Sternbild Löwe auf der Ekliptik. Die Galaxie ist etwa 37 Millionen Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und gehört zur M96-Gruppe.

Hochauflösende Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops zeigen eine ringförmige Struktur um das zentrale Schwarze Loch, die sich in rascher Rotation befindet. Nach Berechnungen beträgt die Masse des Schwarzen Lochs etwa 200 Millionen Sonnenmassen, die Galaxie an sich besitzt eine Gesamtmasse von 100 Milliarden Sonnenmassen.[4]

Die in unmittelbarer Nähe befindliche elliptische bzw. linsenförmige Galaxie NGC 3384 (= NGC 3371) ist ein physischer Begleiter von M105. Hingegen ist die sieben Bogenminuten südöstlich von M105 gelegene Spiralgalaxie NGC 3389 (=NGC 3373) weit im Hintergrund.[5][6]

M105 wurde am 24. März 1781 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt. Sie wurde erst nachträglich in den Messier-Katalog aufgenommen.[7]

Finder Chart for M105 (credit:- freestarcharts)

M106 / NGC4258

Typ: Spiralgalaxis
Sternbild: Jagdhunde
Kulmination: 17. April
Alter: Jahre
Entfernung: 25 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 135000 Lichtjahre
Helligkeit: +8,5 mag
Nächstes Objekt: M61

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 28-04-2022    
Teleskop: RASA 11
Kamera: ASI 6200 mcpro color
Filter: IDAS NBZ
Belichtungszeit: 140
Bearbeitet mit: APP

Messier 106 oder NGC 4258 ist eine Balken-Spiralgalaxie mit den Abmessungen 18′,6 × 7′,2 und der scheinbaren Helligkeit von 8,3 mag im Sternbild Canes Venatici.

M106 ist eine Galaxie, der in der Hubble-Sequenz der Typ Sbp zugewiesen wird, wobei das p für engl.: peculiar, d. h. eigentümlich steht. Manche Autoren geben den Typ auch mit SABbc an, also zwischen normaler Spirale und Balken-Spirale. Mit einer Entfernung von etwa 23 Millionen Lichtjahren liegt die Galaxie in der Umgebung mehrerer Galaxiengruppen, als deren Mitglied die Galaxie je nach Autor gelistet wird, zum Beispiel die Ursa-Major-Gruppe, die Coma-Sculptor-Gruppe, die Canes-Venatici-I-Gruppe oder die Canes-Venatici-II-Gruppe. Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 135.000 Lichtjahren.

Der Kern der Galaxie ist aktiv und als Radioquelle seit den 1950er Jahren bekannt. 1995 beschrieben Brent Tully et al., dass das Zentrum einen Jet ausstößt, der in Zusammenhang mit dem im selben Jahr entdeckten massiven zentralen Objekt dieser Galaxie stehen sollte. Dieses Zentralobjekt ist vermutlich ein Schwarzes Loch von knapp 40 Millionen Sonnenmassen. In seiner Umgebung beobachten Astrophysiker ein Emissionslinienspektrum, dem der Galaxienkern seine Klassifikation als LINER-Typ (Low Ionisation Nuclear Emission-line Region) verdankt[3].

Die beiden Spiralarme sind durch große Mengen an jungen, massereichen Sternen gekennzeichnet, die in einem bläulichen Licht leuchten. Die Galaxie durchläuft derzeit einen sogenannten »Starburst«, bei dem die Sternentstehungsrate stark erhöht ist. Im April 2022 veröffentlichte eine Gruppe aus vier Amateurastronomen aus Europa und den U.S.A. ein Gemeinschaftsfoto, welches insgesamt 250 Stunden Belichtungszeit aufweist und dadurch eine für erdgebundene Fotografie extreme Detailauflösung und Tiefe erreicht.[4] Das Objekt wurde im Juli 1781 von Pierre Méchain entdeckt.[5]

Finder Chart for M106 (credit:- freestarcharts)

M107/ NGC6171

Typ: Sternhaufen
Sternbild: Schlangenträger
Kulmination: 20. Mai
Alter: 13,95 Milliarden Jahre Jahre
Entfernung: 20900 Lichtjahre
Durchmesser: 80 Lichtjahre
Helligkeit: +8 mag
Nächstes Objekt: M13
Aufnahmeort: Athos La Palma
Aufnahmedatum: 23.07.2022
Teleskop: Lacerta Fotonewton 300/1200
Kamera: ASI 2600 mono
Filter: ZWO LRGB
Belichtungszeit: 55 min
Bearbeitet mit: APP

Messier 107 (auch als NGC 6171 bezeichnet) ist ein 7,8 mag heller Kugelsternhaufen im Sternbild Schlangenträger. Der Kugelsternhaufen hat eine recht offene Struktur und seine Randgebiete erstrecken sich, wie auf langbelichteten Fotografien sichtbar, bis zu einem Durchmesser von 13′. Seine Entfernung beträgt etwa 21.000 Lichtjahre. M107 ist wegen seiner südlichen Position für Beobachter in Mitteleuropa eher unattraktiv.

Finder Chart for M107 (credit:- freestarcharts)

M108 / NGC3556 (und M97 links)

Typ: Balkenspiralgalaxis
Sternbild: Großer Bär
Kulmination: 30. März
Alter: Jahre
Entfernung: 45 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 110000 Lichtjahre
Helligkeit: +10,2 mag
Nächstes Objekt: M97

Aufnahmeort: Kühtai
Aufnahmedatum: 07-03-2022      
Teleskop: Omegon APO 85/560
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 130min
Bearbeitet mit: APP

Messier 108 (auch als NGC 3556 bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sc mit den Abmessungen 8,6′ × 2,4′ und der scheinbaren Helligkeit von 9,9 mag im Sternbild Großer Bär.

Die Galaxie ist nach bisherigen Messungen etwa 34 Mio. Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat somit einen Durchmesser in der Größenordnung von 100.000 Lichtjahren.

Mit dem Röntgenteleskop Chandra fanden sich in der Galaxie viele Starburst-Regionen, in denen auf engem Raum eine große Anzahl von Sternen gleichzeitig entstehen. Sie sind umgeben von heißen Gasblasen, die von den extrem starken Sternwinden massereicher Wolf-Rayet-Sterne und von Supernova-Explosionen erhitzt und aus der galaktischen Scheibe herausgetrieben werden. Die Gasblasen leuchten diffus im Röntgenlicht[3][4].

Am 6. Februar 1969 wurde in dieser Galaxie eine Supernova entdeckt, welche eine Helligkeit von 16 mag erreichte.

M108 wurde am 16. Februar 1781 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.[5]

Finder Chart for M108 (credit:- freestarcharts)

M109 / NGC3992

Typ: Balkenspiralgalaxis
Sternbild: Großer Bär
Kulmination: 11. April
Alter: Jahre
Entfernung: 83,5 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 180000 Lichtjahre
Helligkeit: +10,3 mag
Nächstes Objekt: M98

Aufnahmeort: Hamburg
Aufnahmedatum: 26-03-2022      
Teleskop: Askar 135
Kamera: ASI 2600mcpro color
Filter: UVIRcut
Belichtungszeit: 45min
Bearbeitet mit: APP

Messier 109 = NGC 3992 ist eine Balken-Spiralgalaxie vom Hubble-Typ SBbc mit den Abmessungen 7,5′ × 4,4′ und der scheinbaren Helligkeit von 9,8 mag im Sternbild Großer Bär.

M109 ist die hellste Galaxie der M109-Gruppe, einer großen Galaxiengruppe im Sternbild des Großen Bären, die über 50 Galaxien enthält.[4][5][6][7]

Im März 1956 wurde die Supernova 1956A als bisher einzige in dieser Galaxie entdeckt. Die Supernova war vom Typ Ia und erschien im südöstlichen Teil der Galaxie mit einer maximalen Magnitude von 12,8m bis 12,3m.

M109 besitzt mindestens die drei Satellitengalaxien UGC 6923, UGC 6940 und UGC 6969. Die H-I-Gebiete von M109 sind gleichmäßig mit nur geringer Ausdehnung über die Scheibe hinaus verteilt, genau in der Region des Balkens befindet sich ein Loch in der Gasverteilung der H-I-Gebiete.[8]

Finder Chart for M109 (credit:- freestarcharts)

M110 / NGC205

Typ: Elliptische  Zwerggalaxis
Sternbild: Andromeda
Kulmination: 22. Oktober
Alter: Jahre
Entfernung: 2,69 Millionen Lichtjahre
Durchmesser: 19 Lichtjahre
Helligkeit: +8,7 mag
Nächstes Objekt: M31

Aufnahmedatum: 26-12-2021       
Teleskop:  RASA 11 f2.2
Kamera: ASI 2600
Filter: UVIR-Cut
Belichtungszeit: 5min (Single Frame)
Bearbeitet mit: APP

Messier 110 (auch als NGC 205 bezeichnet) ist eine elliptische Galaxie mit den Abmessungen 19,5′ × 11,5′ und der scheinbaren Helligkeit von +7,9 mag im Sternbild Andromeda. Sie ist ein Begleiter von Messier 31, dem Andromedanebel, und wie dieser 2,2 Millionen Lichtjahre entfernt. Messier 110 wird heutzutage als sphärische Zwerggalaxie klassifiziert. Ihre Masse wird auf 3,6 bis 15 Milliarden Sonnenmassen geschätzt. Sie hat einen Halo mit acht Kugelsternhaufen. Hochaufgelöste Aufnahme des Zentrums von Messier 110, erstellt mithilfe des Hubble-Weltraumteleskops Neben Messier 32 ist Messier 110 die zweite hellere Begleitgalaxie des Andromedanebels und somit ein Mitglied der Lokalen Gruppe. Messier 110 wurde am 10. August 1773 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt, 1798 in einer Veröffentlichung beschrieben und 1807 auf einer Zeichnung des „Großen Andromeda Nebels“ bildlich festgehalten. Aus unbekannten Gründen hat er dieses Objekt jedoch nie in seinen Katalog aufgenommen. Die „offizielle“ Aufnahme in den Messier-Katalog erfolgte 1966 durch den Wissenschaftshistoriker K. Glyn Jones.[4] Die deutsche Astronomin Caroline Herschel entdeckte Messier 110 unabhängig von Charles Messier am 27. August 1783 – von ihrem Bruder William Herschel erhielt er dann die Nummer H V 18.

Finder Chart for M110 (credit:- freestarcharts)